Was wissen wir eigentlich über die LIPPE? Über Renaturierung, Tiere, Menschen…und zum Schluss ein Quiz

Foto (c) Lippeverband (bitte anklicken): Nicht direkt an, sondern in einem Nebenlauf der Lippe haben sich auch vereinzelt Biber angesiedelt. Wo genau das Nagetier zu sehen ist, will der Lippeverband nicht verraten – aus Angst vor zu vielen « Bibertouristen ». Das Nagetier ist gilt als stark schützenswert.

Renaturierung der Lippe in Olfen beginnt 2018

OLFEN/DATTELN (Ruhrnachrichten) – 13.03.2017
In diesen Tagen beginnt der nächste Abschnitt des naturnahen Umbaus der Lippe auf Dattelner Seite. Was die Dattelner Nachbarn jetzt bereits erleben werden, erwartet die Olfener 2018. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem 15-Millionen-Euro-Projekt zusammengestellt.

Foto (c) Lippeverband: Auf einem nur 500 Meter langen Lippeabschnitt zwischen Gut Eversum und Haus Vogelsang hat der Lippeverband bereits 2016 den Fluss renaturiert – und auch eine neue Insel angelegt.


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Demokratie ist anstrengend. Logik für Demokraten von Daniel-Pascal Zorn

Im Deutschlandradio Kultur aufgeschnappt:
…der Philosoph und Autor Daniel-Pascal Zorn war zu hören in der Sendung ‘Sein und Streit’ im Gespräch mit Christian Möller zum Thema
« Mit Populisten streiten, aber wie? »

Hier zum Nachhören: podcast (27 min)

Hier auf facebook, wo er gern mit jedem diskutiert.. »das Zurückholen der Agora in die neuen Medien »

Lesebericht:
Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten. Eine Anleitung
klett-cotta-Blog – 13. März 2017
Von Heiner Wittmann
Dem Aufschwung der AfD und dem Erstarken des Front national in Frankreich haben die etablierten Parteien in der letzten Zeit nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Erst kürzlich beklagten am 28. Februar 2017 Alexandre Lemarié, Raphaëlle Besse Desmoulières, Bastien Bonnefous, Cédric Pietralunga et Matthieu Goar in LE MONDE „Le renoncement des candidats face au FN“. Und dabei fehlt es wahrlich nicht an Argumenten gegenüber den menschenrechtsfeindlichen Positionen der Rechtspopulisten. Lire la suite

Die rastlose Russin Lena: Mit 89 um die Welt

Das gefällt mir…

Die rastlose Oma Lena (89) wird im Internet zum Star

WAZ – 14.01.2017 – 08:12 Uhr
Von Stefan Scholl

Foto (c) Baba Lena Erkhova/Facebook: Absolut tropenfest: Jelena Erchowa, die wohl älteste Rucksacktouristin der Welt.

Moskau  Oma Lena ist 89, kommt aus Sibirien und reist allein mit ihrem Rucksack durch die Welt. Auf der ganzen Welt fliegen ihr die Herzen zu. Lire la suite

ATHEN kommt nach KASSEL: Der PARTHENON DER verbotenen BÜCHER

documenta plant riesiges Gebäude aus 100.000 Büchern in Kassel
Hessisch/Niedersächsische Allgemeine HNA – 06.10.2016
Von Mark-Christian von Busse
Kassel. Es ist ein Aufsehen erregendes Projekt, das die documenta am Donnerstag bekannt geben wird.

Foto (c) documenta14: 1983 in Buenos Aires: Nach dem Ende der Militärdiktatur in Argentinien errichtete Marta Minujín den „Partenón de Libros“. Er ist das Vorbild für den „Parthenon der Bücher“, der zur documenta 14 im Sommer 2017 als Replik des Athener Tempels auf dem Kasseler Friedrichsplatz aufgebaut wird.

Es schlägt eine Brücke zwischen den documenta-Standorten Kassel und Athen, nimmt aber genauso auf die Geschichte des Fridericianums und des Friedrichsplatzes Bezug: Die argentinische Künstlerin Marta Minujín wird 2017 eine Replik des bedeutendsten Bauwerks auf der Athener Akropolis in Kassel auf dem Friedrichsplatz errichten. Ihr Werk „The Parthenon of Books“ (Der Parthenon der Bücher) soll ein Zeichen gegen Zensur und die Verfolgung von Schriftstellern sein.
Ein Metallgerüst in den Ausmaßen des Parthenon (Grundfläche von 30,86 mal 69,51 Metern, Ed) soll mit bis zu 100.000 Büchern verkleidet werden, die in aller Welt gesammelt werden. Bei der Frankfurter Buchmesse soll das documenta-Projekt vorgestellt und um Buchspenden geworben werden. Erbeten werden Bücher, die nach Jahren des Verbots wieder verlegt werden, und Titel, die in einigen Ländern untersagt, in anderen aber verbreitet sind.
Minujíns „Parthenon der Bücher“ geht zurück auf ihre Installation mit dem Titel „El Partenón de libros“ 1983 in Buenos Aires. Nach dem Zusammenbruch der Diktatur in Argentinien wurden damals genau jene Titel verwendet, die die Militärregierung verboten hatte: 25 000 Bücher stammten aus den Kellern, in denen sie nach ihrer Beschlagnahmung von den Militärbehörden gelagert worden waren. Nach fünf Ausstellungstagen kippten zwei Kräne das Gebäude leicht zur Seite, sodass man die Bücher mitnehmen konnte. Auch für das Ende der d14 ist eine Aktion geplant, um die Bücher wieder in Umlauf zu bringen. Sie werden in Folie eingeschweißt, bevor sie an den Metallrohren befestigt werden, um sie vor Nässe zu schützen.
Der Parthenon – der als eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenlands seit fast 2500 Jahren die Athener Akropolis beherrscht – ist der Tempel für die Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos. Minujín gilt er „als ästhetische und politische Urform einer Demokratie“, wie Kurator Pierre Bal-Blanc aus dem Team von documenta-Leiter Adam Szymczyk formuliert. 1983 habe sie auf das demokratische Ideal genau zu dem Zeitpunkt hinweisen wollen, als die Militärjunta zu Fall gebracht worden war.
Auch heute noch sind Zensur, die Verfolgung von Autoren und das Verbot ihrer Texte, weltweit verbreitet. Minujíns Installation verweist aber auch auf die Kasseler Geschichte. Ihr „Monument für die Demokratie und für die Erziehung durch Kunst“ – so Kurator Bal-Blanc – entsteht dort, wo am 19. Mai 1933 im Zuge der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“ rund 2000 Bücher verbrannt wurden. 1941 fing das Fridericianum – damals noch als Bibliothek genutzt – während eines Bombenangriffs der Alliierten Feuer: Ein Buchbestand von 350 000 Bänden ging verloren.
– Sammelstart in Kassel am 20. Oktober –
Nach der Frankfurter Buchmesse (19. – 23. Oktober) können Buchspenden per Post geschickt … oder persönlich abgegeben werden. … In Zusammenarbeit mit der Universität Kassel werden die Spenden gesichtet und katalogisiert. Im Verlauf des Projekts entsteht eine Liste verbotener Bücher, die auf der documenta- Website veröffentlicht wird. …
– Zur Person –
Marta Minujín, geboren 1943 in Buenos Aires, studierte bildende Kunst und Kunstpädagogik in Buenos Aires, ehe sie Anfang der 60er-Jahre nach Paris ging. Dort arbeitete sie an einer Serie von Plastiken aus umgestalteten, miteinander vernähten und in grellen Farben bemalten Matratzen. 1966 erhielt sie ein Guggenheim-Stipendium. Seither lebt und arbeitet sie in New York und in Buenos Aires.
Minujín arbeitet in vielseitigen Medien – von Happening und Performance-Kunst bis hin zu Installationen und Video. „Minujíns ,bewohnbare Skulpturen‘ entspringen der Geringschätzung und dem Misstrauen gegenüber dem sammelbaren Kunstobjekt“, teilt die documenta mit. Sie beschäftigte sich vielfach mit repressiven Regimes, darunter der Diktatur in ihrer argentinischen Heimat, sowie Büchern und ihrer Verfügbarkeit als Ausweis demokratischen Denkens und freier Rede. „Viele ihrer Aktionen arbeiten mit Momenten der Überraschung und Provokationen, bisweilen auch der Gewalt und Zerstörung“, so die documenta.
© 2016 hna.de

Athen ist in Kassel
HNA – 06.10.2016
Kommentar von Mark-Christian von Busse
In Athen hat schon das Veranstaltungsprogramm begonnen, in Kassel ist von der documenta 14 wenig zu spüren – insofern ist die Präsentation des gigantischen Parthenon-Projekts der Hinweis, dass es auch hier losgeht: Für alle, die dem documenta-Sommer 2017 entgegenfiebern, ein tolles Signal. Über den Erfolg der Installation der Argentinierin Marta Minujín sagt das allein natürlich noch nichts aus. Aber ihr Vorhaben, auf dem Friedrichsplatz einen Tempel verbotener Bücher zu errichten, ist eine bestechende Idee. Wo Walter de Maria seinen Erdkilometer in die Tiefe bohren, Beuys seine Basaltsteine abladen und Sanja Ivekovic ein Mohnfeld anlegen ließ, wird auch die nächste documenta ein markantes Zeichen setzen. Eines für Demokratie zumal, die in vielen Teilen der Welt eingeschränkt oder bedroht ist.     Der Parthenon entsteht, wo 1933 Bücher brannten, ruft also dunkle Stadtgeschichte in Erinnerung. Die Künstlerin holt ein Stück Athen nach Kassel, verklammert so die d14-Standorte, und fordert die Mitwirkung vieler. Das stiftet Gemeinsinn und ein Bewusstsein für die Meinungsfreiheit.
© 2016 hna.de

Über das letzte Werk der Künstlerin Marta Minujín:
Imágenes de ”La Menesunda” – Obra de la artista plástica argentina Marta Minujín
imprimirimagenes – 10.05.2016
Después de 50 años, la artista plástica argentina Marta Minujín, presenta nuevamente su obra maestra “La Menesunda” en el Museo de Arte Moderno de Buenos Aires. Marta Minujín se caracteriza por el arte efímero y provocativo. A continuación les dejamos algunas imágenes de la recreación de esta obra emblemática a la artista plástica.…Read more
und:
Marta Minujín – La MENESUNDA
MIT ALLEN SINNEN ERLEBEN

INSPIRED EXPERIENCE – Juni 2016
Buenos Aires, unser Ziel ist das Museo de Arte Moderno – das Museum für moderne Kunst. Wir wollen das berühmte Werk „La Menesunda“ von Marta Minujin in der Zusammenarbeit mit Rubén Santantonín anschauen, welches 1965 geschaffen wurde und nun ein halbes Jahrhundert später wieder einlädt einzutauchen.
Bewusst sind wir ohne vorherige Hintergrundrecherche losgezogen, um uns überraschen zu lassen. …Weiterlesen und anschauen

Cappenberg: Massi ist nicht out

Interview mit Inhaber
Nach Aus für Dorfladen: Wie geht es jetzt weiter?
Ruhrnachrichten – 23.09.2016
Von Vanessa Trinkwald, Volontärin

Trotz der Dorfladen-Schlappe blickt Martin Maßmann positiv in die Zukunft: « Der Dorfladen war aus meiner Sicht die perfekte Lösung für diesen Standort und für Cappenberg. Aber es soll ja auch nicht heißen, dass es die einzige Lösung ist. » Foto: Vanessa Trinkwald

Ein einziger Laden ist Cappenberg noch geblieben. Lire la suite

Mo Asumang war wieder in Lünen

Wie Moderatorin Mo Asumang in die Offensive gegen Nazis geht
Essen (WAZ.de) – 05.02.2016
Als Moderatorin Mo Asumang von Neo-Nazis bedroht wird, geht sie in die Offensive, begibt sich auf die Spur von Rechtsextremen – und schreibt ein Buch.

Mo Asumang drehte einen Film und schrieb ein Buch

Foto (c) WAZ/Jonas Güttler: Mo Asumang

„Die Kugel ist für dich, Mo Asumang“ – als die TV-Moderatorin diesen Hetzsong einer Neonazi-Band vorgespielt bekommt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Das Einzige, was ihr hilft: Sie begibt sich auf die Spur von Rechtsextremen in Deutschland.
Asumang (52) setzt sich Ideologen wie dem Rassismus-Dogmatiker Jürgen Rieger oder rechtsradikalen Ufo-Spinnern wie Axel Stoll aus, sie mischt sich unter 3000 demonstrierende Neonazis auf dem Berliner Alexanderplatz, sie bandelt als Moni_in_Berlin auf dem rechten Dating-Portal „Odin“ mit Kurzgeschorenen an. Einen von ihnen trifft sie gar jenseits der virtuellen Welt, am Berliner Bahnhof Lichtenberg – und macht die Erfahrung, dass Klischees kein rechtes Privileg sind: „Jörg“ trägt zwar Fastglatze und ein Bulldoggen-T-Shirt in Reichskriegsflaggen-Farben, sagt aber auch Sätze wie „Ich hätte kein Problem, ne Partnerschaft mit ‘ner Farbigen einzugehen. Die Hautfarbe allein sagt ja nichts über Menschen aus.“ Und: „Im Reich, da gab’s ja auch Schwarze…“
Mo Asumang recherchiert, dass der Arierglaube der Nazis ein wirres Konstrukt war, weil der Begriff aus der Sprachwissenschaft Menschen bezeichnet, die im Iran und im nördlichen Indien leben. Und neben einem Dokumentarfilm, der auch für den Grimme-Preis nominiert ist, entstand aus Mo Asumangs Recherchen ein Buch, das mit seinem Reportage-Stil tiefe Einblicke in die rechtsextreme Szene und ihre Mentalitäten bietet, Klischees bestätigt, aber auch aufbricht.
© 2016 Waz.de

Hier kann man den Film « Die Arier » von Mo Asumang ansehen:
=> http://www.bpb.de/mediathek/198266/die-arier

Einen Monat später kam sie auch nach Lünen, eingeladen vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna: Filmvorführung morgens im Cineworld und Lesung abends in der Lippe-Buchhandlung.
Plakat-Die-Arier 09.03.16Kooperationspartner waren: Lippe Berufskolleg Lünen, Cineworld Nennmann & Thies Kinobetriebe, Multikulturelles Forum Lünen, Integrationsbüro und Gleichstellungsstelle Lünen sowie der Lüner Aktionskreis gegen Rechts, die Bürgermeister Harzer Stiftung und Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Und wenn die Autorin nach Meinung von Betroffenen auch Klischees bedienen mag und manche Szenen an Satire grenzen, so geben ihre Recherchen doch einen guten Einblick in die Szene. Man sollte hier keine wissenschaftliche Studie erwarten.
Streckenweise liest sich ihr Buch wie ein Tagebuch, sehr persönlich – ihre Gedanken und wie sie ihre Angst besiegt, das kommt im Film nicht so raus, aber im Buch macht es Mut. Und Hoffnung, etwas ändern zu können – « face to face ». Eine andere Art, mit Rassismus umzugehen. Für den einzelnen, die einzelne.

Leider konnte ich nicht in Lünen sein am 9.März – schade, ich hätte sie gern nochmal getroffen, nach ihrem Besuch in der GSG mit ihrem ersten Film « Roots Germania » und ihrer ansteckenden Begeisterung, im März 2011.

Mo Asumang in der Aula der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen am 14.03.2011

=> Nachlesen: GEMEINSAM SIND WIR STÄRKER
Mo Asumang_mah 016F_14.03.11 ZOOM durch Klick aufs Bild
Mo Asumang an der GSG am 14.03.11MoAsumang 024

Es gibt auch eine facebook-Seite: https://www.facebook.com/mo.asumangenglish?ref=ts&fref=ts
und eine für den Arier-Film: https://www.facebook.com/Die-ARIER_Film-von-Mo-Asumang-771296139548140/?fref=ts

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Und so geht es weiter.. haben wir denn nichts gelernt?? Auch nicht aus dem NSU?

Der Terror der anderen

Die Zeit – 23. Februar 2016
Unbescholtene Bürger aus der Mitte der Gesellschaft seien verantwortlich für Gewalt gegen Asylunterkünfte, heißt es. Das stimmt nicht, zeigen Recherchen von ZEIT ONLINE.
Von Kai Biermann, Philip Faigle, Astrid Geisler, Karsten Polke-Majewski, Hannes Soltau, Julian Stahnke, Tilman Steffen und Sascha Venohr
Ein Team von Zeit-Online-Redakeuren hat in den vergangenen Wochen die fast 300 Brandanschäge auf Flüchtlingsunterkünfte des Jahres 2015 überprüft und Tatverdächtige (aus 93 Fällen) unter die Lupe genommen.
=> LESEN – wenn’s auch lang ist, aber der Artikel ist es wert!

Und:
Boris Pistorius: « Wir müssen zeigen, dass wir aus dem NSU gelernt haben »
Der Generalbundesanwalt sollte gegen rechte Gewalttäter ermitteln, sagt Niedersachsens Innenminister Pistorius im Interview. Er erhofft sich davon ein Signal.
Von Kai Biermann und Astrid Geisler
Die Zeit – 23. Februar 2016
ZEIT ONLINE: Herr Pistorius, die Politik hat ein großes Versprechen abgegeben: Die gewalttätigen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sollen mit « der ganzen Härte des Rechtsstaats » verfolgt werden. Passiert das wirklich?
Boris Pistorius: Ich kann mit dieser Formulierung alleine, ehrlich gesagt, nicht viel anfangen. Der Rechtsstaat ist nicht teilbar, er muss doch seine rechtsstaatlich entstandenen Gesetze ohnehin immer anwenden. … Weiterlesen