45 km Menschenkette zwischen Neckarwestheim und Stuttgart

Sie setzten ein Zeichen an diesem tragischen Tag: 60.000 demonstrieren in Baden-Württemberg gegen Atomkraft. Sie tanzen, trauern – und erwarten eine neue Atomdebatte. VON MARTIN KAUL

Nein, es ist kein leichter Protesttag, dieser Samstag. Schon seit Monaten haben Atomkraftgegner in ganz Deutschland mobilisiert, um noch einmal ein starkes Zeichen zu setzen, im Landtagswahlkampf von Baden-Württemberg. Um Mappus abzuwählen, den Ministerpräsidenten. Um gegen Filz und Atomkraft anzustänkern. Und dann das: Japan, Fukushima.
=> taz 12.03.2011

Und am 08.11.2010 kommentierte Martin Kaul den Widerstand der 50 000 im Wendland:
Der Protest wächst in die Breite und verschärft sich gleichzeitig
Massenhafte Selbstermächtigung
Würden Sie sich gern mal richtig vermöbeln lassen? Nein? Dann ist schon diese höchst nachvollziehbare Haltung Grund genug, den gegen den Castortransport Protestierenden im Wendland Respekt zu zollen.

Am Wochenende kamen erstmals 50.000 Menschen aus ganz Deutschland ins Wendland, um friedlich gegen Atomkraft und deren Folgen zu demonstrieren. Etliche tausend von ihnen blockierten mithilfe von Sitzblockaden Schienen und Straßen. Etwa 4.000 Menschen – meist ebenfalls friedlich – nahmen bei vollem Bewusstsein Prügel, Pfefferspray und Tränengas in Kauf, um mit dem Wegräumen des Schotters von den Bahnschienen, dem sogenannten Schottern, zu versuchen, den Castortransport effektiv zu verhindern. Damit ist etwas zurückgekehrt in die Freie Republik Wendland, von dem frühere Kämpfer gern rückblickend schwärmen: Aus Protest ist wieder waschechter Widerstand geworden. Und genau der ist, leider, bitter nötig.
=> weiterlesen taz

=> Siehe auch: Die Methoden der Atomlobby

KOMMENTAR VON REINER METZGER

Fünf Atomreaktoren in Japan laufen derzeit auf eine Katastrophe zu. Sie sind notabgeschaltet und ohne Kühlung. Was genau passiert ist, wissen weder Anwohner noch die Welt…Dieses Vertuschen und Verzögern ist ein unfassbarer Skandal. Und er ist keine Folge des Chaos nach dem Beben, nein – das hat Methode.

Übrigens: den « Super-GAU » gibt es doch: Das ist der Unfall, den niemand angenommen hat.

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Une réflexion au sujet de « 45 km Menschenkette zwischen Neckarwestheim und Stuttgart »

  1. Ich denke, dieser Unfall in Japan könnte eine breitere und tiefere Skepsis auslösen als andere. Passiert es in Russland oder in der 3. Welt, dann denkt man allgemein (kurze Zeit später) an heruntergewirtschaftete alte Industrieanlagen und verantwortungsloses Personal – ergo: bei uns nicht, im sanften Ruhekissenstil.
    Ein ähnliches Bild exisitiert durch das Kino ja auch von den USA.
    Japan gilt aber als Hochtechnologiespitzenreiter und die Japaner gelten als äußerst diszipliniert und verantwortungsvoll am Arbeitsplatz – wie Deutschmann sich gerne selber sieht. Also dürfte das wohl einen ganz anderen Eindruck hinterlassen – hoffe ich wenigstens, denn dass Deutschmann überhaupt noch etwas an seine träge Birne heranlässt, bezweifle ich schon lange….

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