Gemeinsam für Afrika

GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Gestern war der Internationale Afrikatag (am 25.Mai 1963 wurde die OAU von 30 afrikanischen Staaten in Addis Abeba gegründet – heute die Afrikanische Union).
Dazu hat GEMEINSAM FÜR AFRIKA eine ungewöhnliche Straßenaktion in 10 bundesdeutschen Städten durchgeführt: »Hochwertigen Kaffee gegen gefrorene Hühnerteile », um auf die ungerechten/unfairen/kriminellen Handelsbedingungen hinzuweisen.

Hier könnt Ihr mehr lesen und sehen: =>Un-fair trade – Aktiv gegen unfairen Handel mit vielen links und Hintergrundinformationen.

Wichtig sind die Frauen:

In den 430 Millionen afrikanischen Mädchen und Frauen steckt ein enormes Entwicklungspotenzial,
denn:
:!:80 Prozent aller Todesfälle durch Schwangerschaft und Geburt könnten
vermieden werden, wenn Frauen Zugang zu einfachsten Gesundheitsdienstleistungen hätten.(ONE)
:!:je höher der Bildungsgrad der Mutter, desto geringer ist die Säuglings- und Kindersterblichkeit.(BMZ)
:!:bereits heute leiten Frauen in Afrika 48 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe.(ONE)
:!:je höher der Frauenanteil im Parlament desto geringer die Korruptionsrate.(ONE)
Quellen:
BMZ 1
BMZ 2

=>Eine andere Kampagne von GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist die Schulaktion 2011: MÄDCHEN UND FRAUEN BEWEGEN AFRIKA

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Argentinien (1) – Die villa

« Villas Miserias, Elendssiedlungen, heißen die Armenviertel in Buenos Aires, die ständig wachsend, den so genannten Armutsgürtel um die Stadt bilden.

Anders als in anderen lateinamerikanischen Metropolen wie Caracas z.B., in denen die Armenviertel im Stadtbild präsent sind, man ständig damit konfrontiert wird, kann man in Buenos Aires leben, ohne je diese Seite der Großstadt kennenzulernen. »
…hier weiterlesen.

Das ist der Bericht von Caro vom Dezember 2009 über das Armenviertel Villa 31, wohin sie mich jetzt auch mitgenommen hat. Inzwischen hat der Bürgermeister Macri die Häuser grellbunt anstreichen lassen – immerhin zwei bis drei Tage (schlecht) bezahlte Arbeit für die Bewohner, aber was tut man nicht alles für seine Wähler. Dafür hätte er auch die Straßen reparieren lassen können, die sind wirklich genau so matschig, schon nach dem kleinsten Regen, wie in Magnambugu (Bamako)….P1080005

Julian und Nieves, die couragierten Gründer des « Clubs El Campito », bieten uns Mate und Alfajores an. Sie haben eine Tochter, die die Oberschule besucht. Ihre Freundinnen wissen nicht, wo sie wohnt…
Ein Psychologe macht jeden Samstag Freiwilligendienst im Zentrum. Zur Zeit hat er keine Kundschaft und fragt sehr interessiert, wie es in Deutschland aussieht, ob man sich solche Viertel und solche Auswegslosigkeit vorstellen kann.
Neulich ist ein Bewohner der Villa 31 gestorben, weil der Krankenwagenfahrer sich geweigert hat, ins Viertel zu fahren…
P1080015

Für Spanischkundige: La espera y la privación
ein Artikel der dem linken Spektrum zuzurechnenden Tageszeitung Pagina/12 über die Villa 31, eins der Viertel, die nur Nummern, aber keine Namen haben, und auf dem Stadtplan weiße Flecken bilden…

Nochmal: Freiheit statt Frontex

Lina Ben Mhenni (A TUNISIAN GIRL, bloggeuse qui s’est engagé avec tant de courage dans la révolution de jasmine) a été invitée par l’AKADEMIE DER KÜNSTE à Berlin.
Voici une partie de son intervention:
« …Une question de de la part du président de l’Académie m’a énervée. Il parlé de l ‘immigration clandestine et de ses répercussions sur les pays européens. Là j’ai répondu que c’était un faux problème et que la Tunisie vivant une période critique reçoit chaleureusement les réfugiés libyens par centaines de milliers alors que l’Europe a tiré la sonnette d’alarme pour quelques milliers d’immigrants… »

Hier die Pressemitteilung der Akademie auf deutsch von heute:
Europa muss aus seiner Zuschauerrolle heraustreten

Im April erschien ein bemerkenswerter Leitartikel zu diesem Thema in der FR:
VON LIBERIA LERNEN
© 2011 FR
Liberia muss ein sehr reiches Land sein. Es erlebt in seiner direkten Nachbarschaft einen furchtbaren Bürgerkrieg. Täglich fliehen Tausende aus der Elfenbeinküste. Mindestens 130.000, Stand vergangene Woche, sind in Liberia angekommen. Dort werden sie, berichten Hilfsorganisationen, von den Einheimischen sehr freundlich aufgenommen und versorgt, so gut es geht. Die Liberianer, heißt es, erinnerten sich an die eigene, konfliktreiche Vergangenheit und nähmen jene, die jetzt in Not sind, bereitwillig auf.

Dass die Regierung in Monrovia versucht hätte, die Trecks nach „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu durchsuchen, die man zurückschicken könnte, ist nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, dass sich Liberia Wortgefechte mit den Freunden in Afrika geliefert hätte zu der Frage, wohin man die Gestrandeten weiterschieben könne oder nicht. Das muss wirklich ein reiches Land sein, bei so viel Großzügigkeit im Angesicht akuter Not.
Weiterlesen HIER – die Kommentare lieber vergessen