Am Bach von Gamagol

Dienstag, 05.08.
Der Ausflug heute wird wunderschön.
Aber zuerst gibt es Mittagessen mit der Nichte aus GwangJu und ihrem Freund, und sie hat superschönes Kimbab mitgebracht, ein Gedicht (s.Foto unten). Der Freund, Chae Kwang heißt er – ich hab mal gefragt, von den Kindern wird er ja « Mann der Kusine » genannt – bringt uns danach zum Grab, uns 3 und den Onkel, der diesmal Mühe hat, den Weg zu finden. Ob er mit dem verlöschenden Augenlicht schon dort war? Ohne andere Ortskundige wohl nicht.IMG_2626s Wir finden es doch, gehen durch hohes Gras den Berg hoch.
Am großen Grabhügel ehren wir den Vater. Eine Schale Trauben, von jedem ein Gläschen So Ju, Reisschnaps, auf einer Decke stehend, wo man sich ohne Schuhe zweimal verbeugt. In sichtbarer Entfernung liegen seine Großeltern, zwei Hügel nebeneinander. Und weitere Hügel beherbergen Cousins. Mit Sicht auf die Stadt. Ein ruhiger, würdevoller Platz. Mein Schwager hat da einen Plan…

Danach mit Hae Young und Chae Kwang zu zwei Orten in den umliegenden Bergen, 10 bzw. 20 km von Damyang entfernt.
Der erste, Chuwolsan, ist durch einen langen Holzgang am Berg entlang am Eingang eines Talsperrensees „erschlossen.“ Mann, gibt’s da viele Bänke. Aber wegen diesem „aménagement“ fühlt man sich kaum in der Nähe der Natur, man ist bloßer Zuschauer. Auf einer Bank hat man auch keine Ruhe – es kommen dauernd Leute vorbei, weil es ja nur diesen Weg gibt. Aber scheinbar haben viele Koreaner diese Eingegrenzte, Abgesicherte gern.
Doch, 2 min ganz für mich hab ich mir dann genommen, mit Blick auf den See.

IMG_2656sIMG_2662sIMG_2680As

Der 2. Ort gefällt uns allen besser : Gamagol. Ein Bach, zwar in einem eingezäunten Park, aber er kommt von einem Wasserfall und rauscht hier und da noch. Man kann durchlaufen über die Kiesel zur anderen Seite und dort sitzenbleiben und Lichtreflexe und Blätter in den Strudeln beobachten. Ab und zu eine Lautsprecherdurchsage verwischt den Eindruck von Wildnis, aber stört nicht. Schade, dass wir nach 1 1/2 Stunden zurückfahren – Hae Young muss heute Abend noch arbeiten.

IMG_2637sAhornIMG_2658sKusinen im Bach von Gamagol

DSCF3285sVorher gibt’s wieder Bulgogi, das beliebte Grillfleisch, diesmal Bauchfleisch, das die Nachbarin gebracht hat. Weil irgendjemand meinte, ich würde das besonders gern essen. Mit all den Zutaten schmeckt es wirklich gut.

Chae Kwang hat sich viel um Max gekümmert, mit ihm geredet « anhand » des google-translators in ihren smartphones, ihm Zigaretten und Feuerzeuge geschenkt (zu viele, denn die im Koffer verstauten überstanden später die Kontrolle vor dem Abflug nicht) und meint, er wird ihn vermissen. Max äußert sich dazu nicht, über das Kümmern scheint er sich zu freuen.

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