Zurück in Lünen

Der letzte Tag verging wie im Fluge – wie die kommenden 18 Stunden sowieso. – Abends ging es noch einmal in ein neues Restaurant mit leckeren Sachen und vor allem dem Steingut-Reistopf, in den man nach dem Leeren heißes Wasser füllt, um zusätzlich noch die so beliebte Kruste (Nurumchi) als Wasserreis essen zu können. Dong Eun und seine süße Frau waren gekommen mit ihren beiden Söhnen, die ließ das Essen eher kalt, sie waren mehr für ein Eis am Stiel als Nachtisch zu haben und für ein bisschen Versteckspielen im Restaurant.

Jee-Hun und Jee-WooDong-Eun's family

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Mit Yoo Mi

Sonntagmorgen 10.08.
in Yoo Mi’s Appartment in Seoul, mit Ausblick auf 12 Wohntürme der gleichen Art, nur etwas unterschiedlich in der Höhe. Entenessen
Als die Jungs (ihr Sohn Sang Mun, ihr Neffe Sok Woo, Max) und Caro zurückkommen, schläft sie schon selig auf dem Sofa – sie musste uns unbedingt ihr Bett überlassen – und wir fahren erst gleich zurück nach Yongin, wo noch ein letztes Mahl, oder zwei, mit den Verwandten und das Kofferpacken auf uns warten. Es waren drei. Heute gibt es kein Frühstück, hatte sie gesagt, von uns begeistert begrüßt, nachdem sie uns gestern Abend zum Entenessen eingeladen hatte (s. Foto) – es gab dann um 10h doch noch eins, kein Weg dran vorbei ;). Lire la suite

Die Erfahrung der Welt

L'Usage du monde ( Genf 1963)

Freitag, 08.08.
Das Buch, das ich gerade lese, ist sehr mitreißend – ein wahrhaft poetischer Reisebericht. Der Autor: Nicolas Bouvier. L’Usage du monde.
Er war 1953/54 von Jugoslawien nach Pakistan unterwegs, mit einem Malerfreund, und gilt als « Kultautor einer Generation von Reisenden und Reiseschriftstellern ». Veröffentlicht erst 1963.
Total schön geschrieben und beschrieben; mit Gedanken, die Erkenntnisse vermitteln können – wenn man sie nicht schon gehabt hat – dann wird man sie in diesem Buch wieder- und das buch ebenso begeisternd finden. Er war auch Journalist, Fotograf und Musiksammler und verdiente unterwegs schon mal ein paar Taler für die Weiterreise durch Französischunterricht oder Vorträge.

Zitat: …wenn man nach einer Reise der gleiche Dummkopf bleibt, der man war, hat man nicht viel gesehen.

Und ganz am Ende seines Buches zitiert er selbst EMERSON:….und das ist ein wirklicher Gewinn, denn wir haben Anrecht auf diese befreienden Erfahrungen, und wenn wir die Grenzen einmal überschritten haben, werden wir nie mehr ganz die gleichen kläglichen Pedanten sein, die wir waren.

Nachtrag – hab ich im Block gefunden; 2 Zitate, die ich hier aufbewahren wollte, weil ich fand, dass sie seinen Erzählstil gut demonstrieren:

p.102 …Eine Landschaft, die das gleiche so oft wiederholt, bis man absolut davon überzeugt ist.

p.110…und dann graut der Morgen, breitet sich aus, Wachteln und Rebhühner mischen sich ein – und man beeilt sich, diesen einmaligen Augenblick … tief ins Gedächtnis zu versenken… und das Wort « Glück » erscheint für das, was einem zustößt, ziemlich dürftig.
Letztlich besteht das eigentliche Gerüst des Daseins weder aus der Familie noch aus der Karriere, noch aus dem, was andere heute von einem denken oder sagen werden, sondern aus einigen Augenblicken dieser Art, in denen man durchwallt wird von einem Gefühl, das noch gelassener ist als die Liebe.
Das Leben teilt sie uns so sparsam zu, wie es der Schwäche unseres Herzens angemessen ist.

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– Übrigens: der Mauszeiger, einen kleinen Moment auf dem Bild festgehalten, zeigt eine kurze Bildlegende. Und: click for big! –

Mittwoch 06.08.
Taxi to Baek Yang Sa, train to Cheong Ju. 16 Gepäckstücke, gut 3 pro Nase. Mehrere davon verheißen ein tolles Picknick, kaum zu glauben für 2 1/2 Stunden Fahrt. Draußen fliegen die Reisfelder und die Gewächshäuser vorbei, wo der große Bedarf des Landes an Gemüse und Obst produziert wird und die hier im südlichen Korea überall in hoher Anzahl das Landschaftsbild prägen.

Baek Yang Sa, Bahnsteig Lire la suite