Woher kommt der Hass?

Woher kommt der Hass, der Verlust der Menschlichkeit?

Wolfram Fischer über die Übergriffe in Clausnitz (er war als Dolmetscher im Bus der Flüchtlinge) => ANSEHEN, ANHÖREN
stern tv – 25.02.2016

Woher kommt der Hass? Zwei Bücher spüren dem nach – und da wir wollen, dass es sich nicht wiederholt, sollten wir versuchen, das zu verstehen.
(Am Tag, als die AfD in drei Landtagswahlen zweistellige Ergebnisse erzielte)

    • Rees, Laurence
      Auschwitz
      Geschichte eines Verbrechens

      (Ullstein 2005)In dieser ebenso fundierten wie erschütternden Darstellung gelingt es Laurence Rees, dem Leser die unfaßbaren Geschehnisse des Holocaust nachvollziehbar vor Augen zu führen – mit einem beunruhigenden Fazit: Der Holocaust ist kein düsterer Alptraum, kein singulärer Exzeß, sondern Ergebnis der menschlichen Veranlagung.
      AutorIn: Rees, Laurence
      Laurence Rees ist BBC-Journalist und wurde mehrmals mit dem « Emmy » ausgezeichnet. Mehrere seiner Bücher und seine Fernsehdokumentationen entstanden in Zusammenarbeit mit dem renommierten englischen Historiker Jan Kershaw.
      ISBN/ISSN978-3-548-60684-2
      © 2005 morawa-buch.atKLAPPENTEXT
      « Auschwitz » steht für ein einmaliges, unfassbares Verbrechen. Doch es steht nicht außerhalb von Raum und Zeit. Die Ermordung von etwa 1,3 Millionen Menschen – die meisten von ihnen Juden – in Auschwitz war Abschluss und Höhepunkt der nationalsozialistischen Umsiedlungs- und Vernichtungspolitik gegen die Juden Europas. Diese Politik durchlief auf den verschiedenen Entscheidungsebenen mehrere Stadien. In der Geschichte von Auschwitz ballen sich an einem Ort Planung und Chaos, Wahnsinn und Methode, Schrecken und Hoffnung der dunkelsten Zeit des 20. Jahrhunderts. In seinem Buch kann der renommierte britische Autor Laurence Rees dieses unfassbare Geschehen dem Leser nachvollziehbar und – in den Grenzen des Möglichen – verständlich machen. In 15 Jahren Recherche hat er Zeitzeugen in ganz Europa befragen können, die hier erstmals über ihr Erleben sprechen.

      Foto (c) Bundesarchiv / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0: Torgebäude des KZ Auschwitz-Birkenau, Aufnahme kurz nach der Befreiung 1945

      Massenmord im Dienst der „Volksgesundheit”
      Süddeutsche Zeitung – 02.05.2005
      Wie sich Auschwitz während des Zweiten Weltkrieges zum Zentrum der Judenvernichtung entwickelte ….
      An „Jubel, Trubel, Heiterkeit”, denkt Oskar Gröning, wenn er sich an Auschwitz erinnert. Seine Kameraden von der Lager-SS nannten den damals 21-Jährigen den „Dollarkönig”, denn er saß in seinem Büro und zählte Geld: dasjenige aus dem Hab und Gut der aus aller Welt ins Lager deportierten Juden, das der gelernte Bankkaufmann sortiert und verwaltet hat.
      Geschichten wie diese sind nicht in Dokumenten überliefert. Laurence Rees hat sie aufgespürt, weil er seit mehr als 15 Jahren Zeitzeugen aus ganz Europa über das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg befragt. Der für seine zeitgeschichtlichen Dokumentationen mehrfach ausgezeichnete britische Filmautor widmet sich in seiner neuen Serie, deren sechs Teile die BBC bereits im Januar ausgestrahlt hat, und die … auch im deutschen Fernsehen zu sehen [waren], dem Thema „Auschwitz”. …Weiterlesen

Und hier bin ich auf das Buch gestoßen. Die beste Rezension.

  • Bernd Ohm: « Wolfsstadt »
    (ars vivendi verlag 2015)
    1948 in München: Die Polizei hat die Leiche der estnischen Prostituierten Irina gefunden. Der Kriminalbeamte Fritz Lehmann macht sich an die Arbeit – und bekommt immer mehr Probleme. Denn seine eigene Vergangenheit holt ihn ein.
    Der neue Fall erinnert den Kriminalbeamten Lehmann an das Grauen des Ersten Weltkriegs: Irinas Leiche ist nämlich mit medizinischer Kenntnis zerstückelt worden. Schon bald wird Lehmann selber zum Gejagten, denn die US-Behörden verfolgen ihn als Kriegsverbrecher. Lehmann aber wendet das Blatt zu seinen Gunsten und schon bald führen seine Spuren ausgerechnet zu KZ-Überlebenden. Die unter Verdacht zu stellen, das ist so kurz nach dem Krieg eigentlich ein Tabu. Aber der Polizist lernt: Die Hölle, die die Menschen durchlitten haben, hat neue Grausamkeit produziert.
    …Dieser Krimi ergründet dann auch psychologisch vielschichtig, wie aus Menschen Monster werden.
    … Dank der Details erlebt man die Atmosphäre im zerstörten München im Frühjahr ’48 hautnah.
    © 2015 hr-online.deMan erlebt aber nicht nur die Nachkriegsatmosphäre, sondern nach und nach das, was sich im Krieg abspielte. « …Was zum Teufel aber brachte einen zu einer Sondereinheit abkommandierten deutschen Polizisten dazu, 1942 irgendwo fern im Osten in der Ukraine sein Gewehr zu erheben und ohne Skrupel unbewaffnete und wehrlose Menschen zu erschießen, Greise, Frauen, Kinder darunter, die weder ihm noch seinen Vorfahren jemals irgendein Leid angetan hatten? » Weiterlesen: Wie kommt man denn auf so etwas? im Autorenblog von Bernd Ohm.
    Erstaunlich gut recherchierte Geschichte eines sehr jungen Autors (* 1965), im Genre eines Krimis, der unter die Haut geht.


    Ausführliche Rezension von histo-couch.de

=> Über den Autor

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3 réflexions au sujet de « Woher kommt der Hass? »

    • Merci, Tingy, cela m’a fait plaisir. Et j’ai eu une journée vraiment douce ce jour-ci.
      C’est vrai, les horreurs ne manque(ro)nt pas. Comme j’essaie de trouver des exemples positifs, surtout féminins, je suis (et traduis) la campagne #30Jours30Femmes sur mon autre blog MALI-INFORMATIONEN, que tu peux lire sans problème (bilingue).
      Je te souhaite une douce soirée!!

  1. Sounds interesting, that ‘Wolfsstadt’ (Wolf City?). Haven’t stumbled upon the English version yet, though. (And it reminds me of the progressive band Amon Düül II) 🙂

    By the way, about ‘Auschwitz’, a 1.3 million victim crime was horrible, no matter what. But I think that’s because (among other factors) The Third Reich lost the war. I wonder how many people ‘the winners’ (of WW II) have ‘committed’—over different cases/era (like nowadays, perhaps?). Just saying. 🍸

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