Demokratie ist anstrengend. Logik für Demokraten von Daniel-Pascal Zorn

Im Deutschlandradio Kultur aufgeschnappt:
…der Philosoph und Autor Daniel-Pascal Zorn war zu hören in der Sendung ‘Sein und Streit’ im Gespräch mit Christian Möller zum Thema
« Mit Populisten streiten, aber wie? »

Hier zum Nachhören: podcast (27 min)

Hier auf facebook, wo er gern mit jedem diskutiert.. »das Zurückholen der Agora in die neuen Medien »

Lesebericht:
Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten. Eine Anleitung
klett-cotta-Blog – 13. März 2017
Von Heiner Wittmann
Dem Aufschwung der AfD und dem Erstarken des Front national in Frankreich haben die etablierten Parteien in der letzten Zeit nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Erst kürzlich beklagten am 28. Februar 2017 Alexandre Lemarié, Raphaëlle Besse Desmoulières, Bastien Bonnefous, Cédric Pietralunga et Matthieu Goar in LE MONDE „Le renoncement des candidats face au FN“. Und dabei fehlt es wahrlich nicht an Argumenten gegenüber den menschenrechtsfeindlichen Positionen der Rechtspopulisten. Viele ihrer Argumente beginnen mit Behauptungen, die sehr oft schlicht falsch sind. Im Grundsatzprogramm der AfD steht: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“ Es genügt ein Blick in die Verlagsprogramme mit ihren zahllosen historischen Titeln wie auch bei Klett-Cotta, so wird erkennbar, dass das hier nur ein Beispiel dafür ist, wie eine Behauptung in die Welt gesetzt wird, die als Sachlage für ein politisches Programm herhalten muss. Mit der Ablehnung der EU verhält sich ganz ähnlich. Es wird ein Zerrbild der EU aufgebaut, wiederum das zitierte Grundsatzprogramm der AfD: „Wir stehen für die Freiheit der europäischen Nationen von fremder Bevormundung,“ ganz so als ob die Bürger der Mitgliedsstaaten in EU unfrei wären. Daraus entsteht dann eine Fundamentalopposition gegenüber der EU. Die EU als bemerkenswertes und erfolgreiches Friedensmodell seit ihrer Gründung ist natürlich kein Thema bei der AfD. Donald Trump hat es auch mit „postfaktischen“ Behauptungen geschafft, Präsident zu werden.…Weiterlesen
Wird er [der demokratische Diskurs] monopolisiert, beansprucht eine politische Fraktion die Wahrheit für sich, in dem sie falsche Behauptungen aufstellt oder die Wirklichkeit verzerrt darstellt, sind alle Bürger aufgefordert, am politischen Diskurs teilzunehmen: „Demokratie verpflichtet. Uns alle. Offen sein, zuhören, argumentieren!“

… hier geht es um Grundsätzliches. Der Titel dieses Buches Logik für Demokraten. Eine Anleitung verlangt nach einer Erläuterung, die der Autor in der Einleitung prägnant darlegt…

Logik ist für ihn (hier) die Technik des Wortes, der Rede
Im ersten Teil geht es um das Phänomen Populismus und seine Analyse….
Dogmatik rückt Politik in die Nähe des totalitären Denkens, das Zorn im 2. Teil seines Buchs unter die Lupe nimmt.
„Demokratisches Denken“ im 3. Teil beginnt mit einer Erinnerung an Jean-Paul Sartre und seine Beschreibung der Entdeckung des Anderen. Es ist spannend zu verfolgen, wie Zorn philosophische Analysen, hier inspiriert durch Sartre, heranzieht, um seine Argumentation zu erläutern und noch einmal einen Ausflug in die griechische Geschichte zu machen….

Kein Geheimnis. Demokratie ist anstrengend.

Daniel-Pascal Zorn
> Logik für Demokraten. Eine Anleitung
1. Aufl. 2017, 314 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-96096-9

Auch als e-book verfügbar > Logik für Demokraten

Der Philosoph Daniel-Pascal Zorn plädiert schon seit einiger Zeit, in langen Kommentaren auf Facebook oder in seiner Kolumne für das Magazin „Hohe Luft“, für ein Instrument, welches in der täglichen Debatte eher selten zum Einsatz kommt: die Logik. Nun präsentiert er sein Rezept in einem Buch, mit dem er, wie er schreibt, den „Denkrahmen verschieben“ möchte, um einen „Weg von den verhärteten Fronten zurück zu einem vernünftigen Diskurs“ zu zeigen. Seine „Logik für Demokraten“ begreift sich, so der Untertitel, als „Anleitung“: Sie soll es erleichtern, antidemokratisches Denken zu verstehen, um es überzeugend zu widerlegen.
>> Die Populisten sind unter uns
FAS – 19.03.2017
(Buchmesse Spezial der FAZ)
Von Harald Staun

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Da gibt es außerdem den

Kommentar des Philosophen Josef Früchtl (Uni Amsterdam) zur dialektischen Rückseite des Zorn’schen Vorschlags mit Spinoza: Warum politische Positionen auf Gefühle setzen müssen – und warum sie das aber auch mit positiven Vorschlägen, Humor und Ironie tun können.

Hier zum Nachhören: https://tinyurl.com/mchzahf

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