Das Greif sollte bleiben !

Foto (c) Marc Fröhling: Das Greif an der B 54, kurz vor der Stadtgrenze zu Werne.

Greif schließt

Politiker, trauert nicht ums Greif, denn ihr habt nicht um den Erhalt gekämpft
RN – 12.11.2022 11:55
Von Sylvia vom Hofe
Hut ab vor dem Wirt. Er macht keinem Vorwürfe, dass er das Greif dicht machen muss, sondern bedankt sich bei den Unterstützern. Im Rathaus fehlten die aber.
Dass sich Bürgerinnen und Bürger trotz all der Probleme nicht nur um sich selbst sorgen, sondern auch um ihre Lieblingskneipe, ist großartig. Es zeigt, wie wichtig Gemeinschaft ist: am Tresen, auf der Musikbühne und im Rathaus. Dort ist der Einsatz für die urige Kultkneipe Greif allerdings kaum über Worthülsen hinaus gekommen.
Im September druckste der Bürgermeister herum auf die Frage, ob die Stadt Interesse habe an einer Rettung des kulturellen Treffpunkts: Bislang habe der Rat weder Gelegenheit noch Veranlassung gehabt, sich mit der Sache zu beschäftigen.
Eine vertane Chance
Bürgerinnen und Bürger hatten zu diesem Zeitpunkt schon längst die Unterstützergruppe Greif-Guerillas gegründet und Ideen gesammelt. Wie die aussehen, war bislang kein Thema in denn Ausschüssen. Und das versprochene Gespräch des Bürgermeisters mit den Guerillas fand erst statt, als die Schließung schon beschlossen war. Sich kümmern sieht anders aus. Eine vertane Chance – nicht nur fürs Greif, sondern für die Politik.
Jetzt haben die engagierten Bürgerinnen und Bürger den Eindruck, dass es für Politik und Verwaltung keinen Unterschied macht, ob sie aktiv sind oder nicht. Klar, hat die hochverschuldete Stadt, kein Geld. Aber sie ist reich an Menschen mit Fantasie und Power. Ob es gelungen wäre, das Greif zu retten, steht auf einer anderen Karte. Der Versuch hätte aber das schaffen können, was bislang die Kneipe leistete: Gemeinschaft.
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Kult-Kneipe muss schließen
Greif-Guerillas enttäuscht von der Stadt: „Ein bitteres Signal“
RN – 10.11.2022 um 17:00
Von Kristina Gerstenmaier (Freie Mitarbeiterin)

Foto (c) Sylvia vom Hofe: Leonie Schulte ist die Sprecherin der Greif-Guerillas. Sie kämpf(t)en gemeinsam für einen Erhalt der Kultkneipe.

„Greif bleibt.“ So lautete das Motto der Greif-Guerillas, die für den Erhalt der Lüner Kultkneipe kämpften. Ihr Wahlspruch hat sich jetzt geändert: „Gute Nacht.“
Es sind zwei Ereignisse, die in den vergangenen Tagen aufeinandertrafen und die zusammen genommen jede Hoffnung haben sterben lassen, doch noch die beliebte Kultkneipe Greif zu retten. Zum einen hat der Greif-Betreiber am Mittwoch (9.11.) bekannt gegeben, mit dem 19. Dezember die Gaststätte an der B54 schließen zu wollen. Gründe seien das marode Gebäude, Personalmangel und auch massive Teuerungen. Zum anderen haben die Greif Guerillas als Kämpfer für den Erhalt des Ladens am Dienstag (8.11.) mit Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns darüber gesprochen, mit welcher Unterstützung durch die Stadt denn gerechnet werden könne – mit ernüchterndem Ergebnis.
„Woanders geht man aus, Lünen aber geht ein“, heißt es im Facebook-Auftritt der Guerillas im Anschluss. Mit dem Greif verliere Lünen einen Begegnungsort, ein Stück kulturelle Heimat. Das klingt endgültig.
Erhalt wäre möglich gewesen
Es sei klargeworden, sagt Guerilla-Sprecherin Leonie Schulte im Gespräch mit der Redaktion, „dass sich bei der Stadt niemand wirklich verantwortlich fühlt. Das Thema wird ausgesessen. Dort ist man sehr mit sich selbst beschäftigt und es fehlt im wahrsten Sinne die Energie. Das ist ein sehr bitteres Signal.“ Vom Rat wurde das Thema Greif dem Kulturausschuss und dem Ausschuss für Arbeitsmarkt, Wirtschaftsförderung und Innovation zugewiesen.
„Uns war von Anfang an klar, dass es kompliziert werden könnte“, schreibt Schulte auf Facebook. „Dass es Kraft und Kreativität erfordert, um auch unkonventionelle Lösungen zu finden. Genauso klar war uns aber auch, dass es möglich ist (oder wohl eher: dass es möglich gewesen wäre), das Greif zu erhalten — wenn man es denn wirklich gewollt hätte.“
Stadt fehle einfach der Wille
Ob Kleine-Frauns Zurückhaltung und Bob Michaels Entscheidung unmittelbar miteinander zusammenhängen, möchte Leonie Schulte nicht bestätigen. Sie betont: „Unsere Entscheidungen gehen über Bobs Entscheidungen hinaus. Und die Stadt ist nur eine von vielen Lösungen. Aber wir sind auch keine Investoren. Wir wollen nur Öffentlichkeit schaffen und die Leute an einen Tisch bringen.“
In Lünen fehle es aber an etwas Entscheidendem: An dem unbedingten Willen, die Kultur, das Nachtleben, das bisschen Subversive dieser Stadt zu retten.
„Der Vertrauensverlust ist immens“, kommentiert Leonie Schulte. Denn: „Eine Krise fühlt sich anders an“, sagt sie, „wenn ich mich als Kulturschaffender nicht von der Politik allein gelassen fühlen würde.“
Am 16. November tagt der Ausschuss für Kultur, Europa und Städtepartnerschaften, am 22. November der für Arbeitsmarkt, Wirtschaftsförderung und Innovation. Viel Hoffnung setzt Leonie Schulte da allerdings nicht mehr hinein. „Vom Kulturausschuss hat man mir schon gesagt, dass das Thema bei ihnen eigentlich falsch ist.“
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Kultkneipe Greif in Lünen schließt trotz Welle der Sympathie
Wirt: „Das war mein Lebenswerk“

RN – 09.11.2022 20:12 Uhr
Von Sylvia vom Hofe, Stv. Redaktionsleiterin

Foto (c) RN/Werner Arndt; Marc Fröhling (Archiv) : Bob Michaels, der Chef vom Greif in Lünen-Wethmar, hat eine Entscheidung getroffen, die ihm schwer fällt. Er schließt die Kultkneipe.

Die Tage des Greif sind gezählt. Als Wirt Bob Michaels den Termin mitteilt, hat er „Pipi in den Augen“, wie er es nennt. Schließlich gehe es um sein Lebenswerk.
„Diese Welle der Sympathie …“ Die Stimme bricht ab. Am anderen Ende des Telefons ist es verdächtig still. Er habe einen dicken Klos im Hals, sagt Bob Michaels schließlich und räuspert sich. „Und Pipi in den Augen“, ergänzt er. Das, was er dann sagt an diesem Mittwochabend (9.11.), erklärt seine Gemütsverfassung.
Seitdem bekannt geworden war, dass der Hauseigentümer das Greif verkaufen will, um an der Stelle des rund 100 Jahre alten Gasthauses Wohnungen bauen zu lassen, ist ein Aufschrei durch Lünen gegangen: “Das Greif muss bleiben.“ Eine regelrechte Bewegung hat sich gegründet, die für den Erhalt der beliebten Kultkneipe kämpft. „Diese Welle der Sympathie“, Bob Michaels hat noch einmal angesetzt, „ist einfach überwältigend“. Dennoch: Die Entscheidung steht jetzt für ihn fest: „Am 19. Dezember ist Schluss nach zwölf Jahren.“ Wieder diese Pause. Dieses Räuspern.
„Eigentümer ist nicht Buhmann“
„Das muss man verstehen“, sagt er, „schließlich geht es um mein Lebenswerk“. Bob Michaels weiß, dass nicht nur bei ihm Emotionen im Spiel, sind, wenn es um den gemütlichen Landgasthof an der B 54, kurz vor der Stadtgrenze zu Werne, geht. Menschen jeden Alters haben ihre Greif-Geschichte: Paare, die sich dort gefunden haben, Familien, die regelmäßig zum Burger-Essen kommen, Musik-Fans, die von den Rock-Konzerten der Vorjahre schwärmen, Freunde, die Brettspiele machen, Leute, die an der großen Whisky-Bar fachsimpeln, und solche, die auf den noch neuen Biergarten schwören.
Trotz der großen Gefühle- auch seiner eigenen – appelliert Michaels, sachlich zu bleiben. „Jedem Eigentümer steht es frei, sein Haus zu verkaufen.“ Was er auf keinen Fall will, ist es, dass „der Eigentümer jetzt als Buhmann dasteht“. Es gebe mehrere Gründe, warum es mit dem Greif nicht weitergeht, obwohl die Gäste oft Schlange stehen.
Energetische Sanierung
Allen voran: die fehlende energetische Sanierung des betagten Backsteinbaus. Die Heizkosten müssen in der Vergangenheit schon hoch gewesen sein. Jetzt Mitten in der Energiekrise dürften sie horrend sein. Bob Michaels will sich dazu gar nicht näher äußern. Denn die Dämmung sei nicht die einzige notwendige Investition. „Die Küchenabluftanlage muss auch erneuert werden.“ Erhebliche Kosten, die noch zusätzlich zum verlangten Kaufpreis von 440.000 Euro hinzu gekommen wären. „Der Kauf kam für mich nicht in Frage“, sagt Michaels.
Er verweist auf sein Alter: fast 55 Jahre. Da überlege man sich lange laufende Kredite. Erst recht nach den zwei Corona-Jahren, die ihm mit ihren Einschränkungen das Letzte abverlangt hätten. Und nach der allgemeinen Teuerung. „Das Bier kostet inzwischen 3,20 Euro“, sagt er. Es sei nicht lange her, dass er für 0,3 Liter noch 2,90 Euro berechnet hatte. Bald werden es wohl 4 Euro sein. Diese Steigerungen kann ich einfach nicht mehr weitergeben.“ Und dann sei da noch die Sache mit dem Personal.
Vor Corona hatte Bob Michaels ein 14-köpfiges Team. Jetzt seien es noch fünf. Der Markt sei leergefegt. Und trotz attraktiver Angebote sei kein Personal zu finden. „Wir sind hier am Limit.“ Dennoch: Alle verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machten mit. „Bis zum Schluss.“ Pause.
Gerüchten widersprochen
Und was ist danach? Jetzt schmunzelt der Wirt. „Das ist mein kleines Geheimnis.“ Er hält es so wie im August, als bekannt wurde, dass das Greif zum Verkauf steht. „Ich sage erst dann etwas, wenn ich etwas zu sagen habe.“ Halbgares kommt für den Küchenchef nicht in Frage. Dass Gerüchte gerade nur so ins Kraut schießen, weiß er allerdings. Auf einige geht er ein.
„Nein, ich gehe nicht nach Singapur. Und auch nicht ins Sauerland.“ Ohnehin: „Ich übernehme keinen anderen Betrieb.“ Und er ziehe auch nicht mit dem Greif irgendwo anders ein. „Das Greif kann man nicht transferieren.“ Der Charme des Rock‘n-Roll-Landgasthofs sei eben eng mit dem alten Gemäuer und seiner Lage verbunden. Will er also mit 55 Jahren schon ein Rentnerdasein beginnen? Bob Michaels lacht. Nein, das auch nicht. „Aber vielleicht entwickelt sich ja etwas.“ Eines sei aber sicher: „Ich bleibe in Lünen.“ Dort habe er nicht nur treue Kundinnen und Knden gefunden, sondern auch viele Freundschaften geschlossen.
Weihnachtsfeiern finden statt
Nachzubohren hat keinen Zweck. Nicht nur, weil Bob Michaels meint, was er sagt, sondern auch, weil er keine Zeit mehr hat. Um 18 Uhr öffnen sich die Türen. Die Gäste kommen wieder und wollen bekocht, bewirtet und gut unterhalten sein – wie immer. Nachdem das Online-Reservierungssystem zuletzt offline war, will er es wieder öffnen. Auch um den Zustrom zu kanalisieren. Dass die Kundinnen und Kunden immer sehr zufrieden waren mit dem Greif, solle sich nämlich nicht auf den letzten Metern ändern, sagt er. Darum ist es ihm auch wichtig, dass alle gebuchten Weihnachtsfeiern stattfinden können – bis zum 19. Dezember.
Bevor er sich an den Herd stellt, hat Bob Michaels noch ein Anliegen, „sozusagen als Ex-Gastronom“. Er lacht in den Hörer über den eigenen Scherz. Das kann „die Pipi in den Augen“ aber nicht kaschieren. Es geht nicht nur um ihn und das Greif, als er sagt: „Behandelt die Kultur nicht so stiefmütterlich.“ Der Lüner Bürgermeister habe ihn persönlich angerufen und ihm erklärt, dass die hochverschuldete Stadt ihm nicht zur Seite springen könne. Was Michaels weh tut: Bundesweit zeige sich gerade, dass gerade kleine Clubs mit kleinen Bühnen wie im Greif, oft die einzigen Treffs zum Austausch, in der Krise auf der Strecke blieben. „Mit ihnen geht etwas. Unwiederbringlich.“
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Greif-Guerillas Lünen kämpfen um Kult-Kneipe: „Einen Erfolg gibt es schon
13.09.2022 06:00
Von Sylvia vom Hofe
Die Greif-Guerillas kämpfen für den Erhalt der Kult-Kneipe Greif. Das Echo sei „riesig“, sagt die Initiatorin. Dass ihr Kampf erfolgreich sein kann, zeigt ein Blick über die Stadtgrenze.
Ihre T-Shirts sind schwarz. In großen weißen Lettern ist links „Greif Guerillas“ zu lesen, direkt über dem Herzen. Die Platzierung ist kein Zufall. Schließlich ist der Erhalt der Lüner Gaststätte Greif für sie auch eine Herzensangelegenheit. Und damit sind die Mitglieder der vor fast zwei Wochen gegründeten Initiative nicht alleine: „Wir sind glücklich mit den Reaktionen, die wir täglich bekommen“, sagt Initiatorin Leonie Schulte. Froh sind die Journalistin und ihr enger Kreis von Mistreitern – alles glühende Greif-Fans wie sie selbst – aber auch über erste Erfolge.
Überparteiliches, breites Bündnis entstanden
Die fünf Frauen und Männer sitzen zusammen in Leonie Schultes Wohnzimmer: etwa zweieinhalb Kilometer von dem Haus entfernt, um das es geht: die aktuell für 440.000 Euro zum Verkauf stehende Gaststätte Greif an der Münsterstraße kurz vor der Stadtgrenze zu Werne. „Heimat, Homebase, Treffpunkt, Kult- und Kulturstätte“ in einem, wie die Guerillas auf ihrer Homepage schreiben. Tausende haben das inzwischen gelesen, Hunderte haben auf den verschiedenen Kanälen in den sozialen Medien ihre Zustimmung ausgedrückt. Wichtiger ist Schulte und den anderen aber noch etwas anderes.
„Inzwischen haben sich auch Vertreter verschiedener Parteien bei uns gemeldet.“ Sie spricht von einem „überparteilichen breiten Bündnis“: eher etwas Seltenes in Lünen. Nicht nur unterschiedliche Fraktionen ziehen an einem Strang, sondern auch unterschiedliche Generationen.
Die fünf Männer und Frauen erzählen von Spieleabenden im Greif und von durchgetanzten Nächten, von Familienfeiern, Elternstammtischen und Kindergeburtstagen, Junggesellenabschieden und Konzertabenden, wie es sie weit und breit kein zweites Mal gibt. Das Greif sei etwas Großstädtisches, aber ländlich gelegen: etwas, das keiner missen wolle.
Treffpunkt für Ehemalige des Altlüner Gymnasiums
„Ich kenne Leute aus Nordkirchen und aus anderen Orten des Münsterlandes, die extra hierhin kommen“, sagt Verena Semrau. „Und auch aus Dortmund und aus anderen Teilen des Ruhrgebiets“, ergänzen die Freunde. Und vor allem aus Lünen. „Seit mehr als 30 Jahren treffen sich Ehemalige des Gymnasiums Altlünen immer am 23. Dezember im Greif“, sagt Björn Wiggers aus dem Vorstand des vor fünf Jahren gegründeten Vereins Edga (Ehemalige des Gymnasiums Altlünen) . Selbst ein Mitschüler, der inzwischen in Boston lebt, komme regelmäßig zu den längst legendären Partys.
Die „Riesenresonanz“, die sie erhalten, mache Mut, sagen alle. Das sei schon jetzt ein Erfolg. Leonie Schulte spricht von „Selbstwirksamkeitserleben“: davon, dass Menschen erführen, welchen Unterschied es macht, ob man sich engagiert oder nicht. „Gerade in der aktuellen von Krisen geprägten Zeit braucht es endlich gute Nachrichten“. So eine, wie sie die Menschen in der Nachbarstadt Selm sie bereits zweimal erhielten.
Stadt Selm hatte sich für Gasthaus Suer stark gemacht
„Aufatmen in Selm: Rettung in letzter Minute für das Gasthaus Suer“, war kurz vor Weihnachten 2020 zu lesen. Nachdem die Betreiber und Eigentümer der einzigen verbliebenen Gaststätte in der Selmer Altstadt keinen Nachfolger gefunden hatten, wollten sie schließen. Aus der Kneipe mit Saal hätten Büros oder Wohnungen werden können.
Die Entwicklungsgesellschaft Selm, ein städtisches Tochterunternehmen, war eingesprungen. Sie fand zum Frühjahr 2020 einen Gastronom und verpachtete an ihn. Tresen und Saal waren damit gerettet. Im Ortsteil Bork hatte die Stadt die letzte Kneipe im Zentrum sogar gekauft: Betrieben wird sie im Nebenberuf von dem Lehrer Erdal Macit, einem Mitglied der gleichzeitig gegründeten Interessengemeinschaft Borker Bürger (IGBB), die sich für den Erhalt stark gemacht hatten. [Haus Dörlemann, Ed]
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Greif in Lünen: Geplanter Verkauf sorgt für Emotionen und ein Missverständnis
RN – 31.08.2022 15:30
Von Sylvia vom Hofe

Bob Michaels, Wirt des zum Verkauf stehenden „Greif“ in Lünen-Wethmar, macht zusammen mit seinem Team bis zum 27. September Pause.

Foto (c) Daniel Magalski: Bob Michaels, Wirt des zum Verkauf stehenden GREIF in Lünen-Wethmar, macht zusammen mit seinem Team bis zum 27. September Pause.

Der geplante Verkauf der Lüner Kultkneipe Das Greif schlägt hohe Wellen – auch im Netz. Dass der beliebte Treffpunkt bis zum 27. September geschlossen sein wird, hat aber andere Gründe.
Der Stoßseufzer von Babsi klingt laut und erleichtert, obwohl er nur geschrieben ist – auf der Facebook-Seite des Rock ‚n‘ Roll-Gasthofs Greif. „Gott sei Dank“, ist dort zu lesen, direkt unter der Ankündigung der Betriebsferien. „Ich war schon echt in Sorge. Lünen ohne (…) das wundervolle Greif, welches in seiner Einzigartigkeit echt nicht zu übertreffen ist, wäre wirklich ein tiefer Einschnitt für Lünen.“ Babsi hat sich zu früh gefreut.
Betriebsferien dauern bis zum 27. September
Die Betriebsferien und der durch den Eigentümer geplante Verkauf der Immobilie mitsamt des mehr als 1500 Quadratmeter großen Grundstücks haben nichts miteinander zu tun. Das Team rund um den Wirt Bob Michaels hat die Auszeit bis zum 27. September schon lange geplant. Nach knapp vier Wochen Ferien wird das Greif am letzten Dienstag im September wird öffnen. Ob es dann bereits Neues bezüglich des Verkaufs gibt, ist offen.
Der von den ebenfalls in Wethmar lebenden Eigentümern beauftragte Dortmunder Immobilienmakler sagt, dass es bereits jetzt Interessenten gebe – sowohl solche, die sich für eine Weiterführung der Gastronomie einsetzten, also auch solche, die das mehr als 100 Jahre alte Gebäude lieber abreißen wollen, um dort ein Mehrfamilienhaus zu errichten. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Wirt Bob Michaels: „Machen wirklich nur eine Pause“
Bob Michaels, der das Greif seit 2011 betreibt und seitdem zur gefragten Kultkneipe entwickelt hat, gibt sich einsilbig angesichts der Verkaufspläne des Eigentümers: „Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich mich hierzu nicht äußern.“
Nach Veröffentlichung des Berichts über die Anzeigen im digitalen Immobilien-Portal Immonet schrieb er lediglich auf der Facebook-Seite des Greif: „Nachdem der aktuelle Bericht in den Ruhr Nachrichten ziemlich hohe Wellen schlägt und unser Telefon glüht: Euer Landgasthof-Team macht wirklich nur eine Pause.“
Userin Babsi und andere verstanden das als Hinweis, dass es gar keine Verkaufsabsichten und damit auch keine Zukunftssorgen gebe und freute sich schon. Ein Missverständnis.
Reaktion im Netz: „Ohne Greif keine Kultur mehr“
Andere haben die Situation realistischer erfasst. Sie malen sich bereits düster aus, was wäre, wenn das Greif, das auch Konzerte und Live-Events veranstaltet, verschwinden würde: „Ohne Greif keine Kultur mehr in Lünen.“ „Das wäre bitter.“ „Wie schade.“
Dass Kneipen aus dem Ortsbild verschwinden und Platz machen für Wohnbebauung, ist immer wieder zu beobachten – auch in Wethmar. Haus Bössing ist abgerissen, Haus Lüggert ebenfalls, das einstige Steakhaus Fölger wird umgebaut, und der Westfalenkrug ist nur noch Hotel.
Mit der Kultkneipe Greif würde die letzte echte Kneipe mit Tresen und Saal im Ortsteil verschwinden. Dann bliebe in Wethmar nur noch Vereinsgastronomie, allen voran bei TuS Westfalia Wethmar.

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Demo in Dortmund gegen die Unterdrückung im Iran und den Tod von Mahsa „Jina“ Amini

Viele Menschen versammelten sich am Samstag in Dortmund, um gegen die politische Gewalt an Frauen im Iran zu demonstrieren.

Foto (c) Karsten Wickern: In Dortmund wurden am Samstag (24.9.) bei Demonstrationen mehrere Kopftücher verbrannt. Es ist ein Zeichen, um sich mit der getöteten Mahsa „Jina“ Amini zu solidarisieren.

Frauen verbrennen ihre Kopftücher mitten in Dortmund
RuhrNachrichten – 24.09.2022
Hunderte Menschen haben am Samstag vor dem Dortmunder Hauptbahnhof demonstriert. Ihre Wut richtete sich gegen die Gewalt gegen Frauen im Iran. Dabei griffen sie zu einem ungewöhnlichen Mittel.
von Robin Albers, Karsten Wickern
Immer wieder schallt die Parole „Jin, Jiyan, Azadî!“ über den Vorplatz an der Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofes. Sie stammt aus dem Kurdischen und bedeutet „Frauen, Leben, Freiheit“. Hunderte Dortmunderinnen und Dortmunder rufen sie am Samstag (24.9.) bei einer Demonstration vor dem Cinestar. Genauso wie tausende Demonstrierende seit dem 16. September im Iran und in Kurdistan. An diesem Tag starb die 22-jährige Mahsa „Jina“ Amini. Sie wurde drei Tage zuvor in Teheran von der iranischen Sittenpolizei festgenommen, da sie angeblich ihren Hijab, ihr Kopftuch, nicht richtig getragen habe: Ihre Haare seien zu sehen gewesen. Amini überlebte ihre Verhaftung nicht.
Ihr Tod führte zu starken Protesten gegen die iranische Regierung, die Sittenpolizei und die strenge islamische Kleiderordnung. Frauen schneiden sich unter anderem die Haare ab oder verbrennen ihr Hijab. Bei den Protesten im Iran und in Kurdistan sind bislang dutzende Menschen gestorben.
Freiheit für Frauen gefordert
Die Demonstration in Dortmund begann um kurz nach 13 Uhr mit einer Schweigeminute für die 22-jährige Amini. Überwiegend Menschen, die augenscheinlich einen muslimischen Hintergrund haben könnten, nahmen teil, vorwiegend aber Frauen aus jeder Altersgruppe. Viele von ihnen hatten lilafarbene Flaggen der „Kurdischen Frauenbewegung in Europa“ (TJK-E) dabei. Laut Polizei waren in der Spitze 280 Menschen vor Ort.

Foto (c) Robin Albers: Viele Menschen versammelten sich bereits am Vormittag am Nordausgang, um gegen die politische Gewalt an Frauen im Iran zu demonstrieren.

Am frühen Abend fand am gleichen Ort eine weitere, ähnliche Demonstration statt. Bei der wurde überwiegend Persisch gesprochen – das spricht ein Großteil der Menschen im Iran. An der nahmen laut Polizei mehr Menschen teil, als am Vormittag – 450 Teilnehmende hätten die Beamten gezählt. Viele seien einfach nach der ersten Versammlung am Cinestar geblieben und hätten sich der Demonstration angeschlossen, die um 17 Uhr begann.

Foto (c) Karsten Wickern: Rund 450 Menschen nahmen bei der Demonstration am frühen Abend teil.

Brennende Hijabs als Zeichen der Solidarität
Genauso wie die Proteste im Iran kritisierten die Menschen in Dortmund in Redebeiträgen immer wieder das Mullah-Regime und den Tod von Mahsa Amini sowie die Gewalt gegen Frauen und die Demonstrierenden. Sie fordern Freiheit für iranische Frauen. Die Stimmung war jeweils durchaus wütend, wenn auch friedlich.

Als Zeichen der Solidarität wurden auch in Dortmund einige Kopftücher verbrannt. Bei der Demonstration am Vormittag war die Flamme, die dabei entstand, noch relativ klein, was vermutlich einem leichten Nieselregen zuzuschreiben ist. Die Versammlung am frühen Abend endete mit einem etwas größeren Feuer. Die Polizei hat wegen der brennenden Hijabs allerdings nicht eingreifen müssen.
© 2022 rn.de

Wer hat Angst vor dem freien Kopf?
Im Iran protestieren Frauen gegen die Zwangsverschleierung als Unterdrückungswerkzeug. Die Linke sollte nicht zögern, ihr Anliegen zu unterstützen.
taz – 23.09.2022
Von Fatma Aydemir
Was Frau auf dem Kopf trägt oder nicht trägt, sagt wenig darüber aus, was in ihrem Kopf vor sich geht. Es gibt Frauen, die verhüllen sich aus religiösen Gründen, und es gibt Frauen, die es aus sozialem Druck und Konventionen tun. Manche Frauen sehen in ihrem Kopftuch ein Zeichen der Selbstbestimmung, manche tragen es, um sich zu schützen. Ich kenne Frauen in Deutschland, die Jobs verloren, weil sie sich für das Kopftuch entschieden haben. Es gibt Frauen in der Türkei, die geächtet werden, wenn sie ihr Kopftuch abnehmen.

All diese Bedeutungen und Positionen zum Kopftuch existieren, es gibt noch unzählige mehr. Und wir können diese Vielfalt von Bedeutungen anerkennen und trotzdem feststellen: Die gesetzliche Zwangsverschleierung im Iran ist ein totalitäres Werkzeug der Unterdrückung. Und zwar nur eines von vielen. Seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Zhina Amini vergangene Woche brennen Kopftücher auf den Straßen in Iran. Und dieser Anblick sollte unabhängig von den vielen anderen Bedeutungen dieses Stoffes als das wahrgenommen werden, was es in diesem Kontext ist: ein Akt des feministischen Widerstandes. Amini wurde von der sogenannten Religionspolizei festgenommen und gefoltert, weil sie ihr Kopftuch nicht „ordnungsgemäß“ trug. Möglicherweise waren einige Haarsträhnen zu sehen. Nach drei Tagen im Koma starb die junge Frau, höchstwahrscheinlich an den Folgen ihrer Misshandlung.

Täglich protestieren seitdem Frauen und Männer im Iran gegen das Mullah-Regime, wohl wissend dass sie dafür verhaftet und im schlimmsten Fall mit dem Leben bezahlen werden. Neben dem großen Aufstand in der Hauptstadt Teheran, kommt es vor allem in den kurdischen Städten im Westen seit gut einer Woche zu unzähligen Protesten, die von der Polizei brutal niedergeschlagen und auch -geschossen werden. Laut der Menschenrechtsorganisation Hengaw sind allein in Kurdistan bis Donnerstag mindestens acht Protestierende von iranischen Sicherheitskräften getötet worden, darunter zwei Teenager im Alter von 15 und 16 Jahren. Die Regierung legte gleichzeitig das Internet lahm und sperrte das letzte in Iran frei zugängliche soziale Netzwerk Instagram, um die Bevölkerung von der Außenwelt sowie untereinander zu isolieren. Die Menschen gehen dennoch weiter auf die Straße.

Linke müssen dem Aufstand beistehen

Die 22-jährige Amini selbst, die am 13. September in Teheran festgenommen wurde, war gerade zu Besuch bei Verwandten. Eigentlich stammte sie aus der kurdischen Stadt Saqqez und trug den kurdischen Namen Zhina. Auf dem Papier hieß sie Mahsa, da iranische Behörden kurdische Namen nicht anerkennen. Auch das ist ein Werkzeug der staatlichen Unterdrückung, bekannt auch aus der Türkei.

Aus der Vergangenheit sollten wir wissen, wie brutal die Islamische Republik Proteste niederschlägt und so ist es existenziell, dass wir uns mit diesem Volksaufstand solidarisieren, dass wir ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen, und zwar gerade als Linke. Denn ja, es macht einen Unterschied, ob ein Kopftuch in den Straßen Dresdens brennt oder in Kurdistan. Es macht einen Unterschied, ob Rechte diesen Aufstand instrumentalisieren oder Linke ihm beistehen und Gehör verschaffen.

Bedauerlicherweise stelle ich aber fest, wie zögerlich gerade viele vermeintliche Genoss_innen sind, wenn es um die Verurteilung von Gräueltaten eines islamistischen Regimes geht. Das Menschen tötet, weil sie für ganz elementare Menschenrechte demonstrieren. Das eine Institution allein dafür gründet, das Aussehen und Leben von Frauen zu maßregeln, im Zweifelsfall unter Anwendung von Folter. Das Minderheiten systematisch verfolgt, weil sie für ihre Selbstbestimmung einstehen. Wie emanzipatorisch kann sich eine Linke nennen, die bei alldem wegsieht?
© 2022 taz.de

Eine Frau protestiert mit wehenden Haaren vor einer iranischen Fahne während einer Demonstration vor der iranischen Botschaft in Istanbul

Foto (c) Francisco Seco/ap/dpa: Auch in Istanbul protestieren Frauen gegen die Zwangsverschleierung im Iran

Puck und der Sommernachtstraum im Harz

Sigrid meine Freundin ist glücklich : sie kann wieder vor Publikum spielen. Stücktragend.

Hier ihre Einschätzung:
fb – 17.08.2021
Ihr Lieben, gerade geht ja für mich ein Traum in Erfüllung: Ich darf den Puck in « Ein Sommernachtstraum » spielen. Möglich gemacht haben das die wunderbaren Menschen von THE METAFICTION CABARET, die aus dem Shakespeare-Stück ein queeres Musical gezaubert haben mit Artistik und rasanten Songs und mir die Rolle anvertraut haben. Das Theaterfestival Natur hat uns die Bühne im Harz gegeben, um dort unter dem Motto « Que(e)r durch den Wald » zu spielen. Aber das soll es natürlich nicht gewesen sein. Wir wollen weitermachen. Wer hat Spielorte für uns, die Vielfalt vertragen können und Platz für ein 12-köpfiges Ensemble haben? Schickt mir Eure Ideen! Und: Wir wollen die Songs auf CD pressen, damit zumindest erst mal die Musik schnell in die Welt geht. Ich freue mich über jede*n, der mit einer kleinen Summe hilft, dass wir das realisieren können. https://www.startnext.com/en/einsommernachtstraum
Ich danke Euch sehr für Eure Unterstützung!!!!

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Hanau 1 Jahr danach: Wie konnte es (schon wieder) dazu kommen?

Foto (c) Karoline Bofinger/taz: Graffiti mit den Namen der neun Opfer

“190220 – Ein Jahr nach Hanau” – Neuer Spotify Original Podcast

spotify – 12 February 2021

Am 19. Februar jährt sich der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau zum ersten Mal. Wenige Tage vor dem Jahrestag startet am 12. Februar der neue Spotify Original Podcast “190220 – Ein Jahr nach Hanau”.

In dem Dokumentationsformat blicken Journalistin Sham Jaff und Reporterin Alena Jabarine in insgesamt sechs Episoden auf persönliche Schicksale von Opfern und deren Angehörigen, auf ein Jahr voller Aktivismus und auf die Rolle der beteiligten Behörden. Lire la suite

Vieillir en France, au féminin : un webdocumentaire

Wie Frauen in Frankreich altern – und insbesondere, wie die Eingewanderten altern.. in Frankreich sind es ca. 800.000, in Europa 7 Millionen.
Ein Webdokument von http://femmesimmigrees.org

Caroline Trouillet

 

Trop peu entendues par les politiques publiques, les femmes immigrées vieillissant en France prennent la parole dans un web documentaire réalisé par les associations Grdr et Africultures, Femmes immigrées âgées, bien vieillir en France : Femmes immigrées âgées, bien vieillir en France
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Dans un parc du 19ème arrondissement, Bayou Kroufa, la cinquantaine passée, égraine ses souvenirs. Entre ses mains quelques photos de famille jaunies par le temps. La fibre militante, elle évoque, 37 ans après son départ d’Algérie, ses engagements associatifs et féministes. Puis sa prochaine retraite en France, dérivant sur la projection de sa mort, ici, ou là-bas. Quelques rues plus loin, dans son appartement, Diaratou Gundiamou se tient le dos. Depuis un accident de travail, elle peine à se déplacer. Pourtant, des ressources, il lui en faut pour prendre soin de sa mère, arrivée du Mali il y a 10 ans. Son rire toujours faufilé entre…

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Nicht mehr als bunte Fahnen auf Rathausdächern? Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Foto (c) Lateinamerika-Nachrichten/Xueh Magrini Troll: Illustration des LN-Dossiers « ¡Vivas nos queremos! » – s.Kasten

1. Niemand soll sich schämen
Theater Bremen – Zum 25.11.2020
Eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit ist Gewalt. In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Ein Text der Dramaturgin Theresa Schlesinger. Lire la suite

Vom hohen Ross

Genozid an Herero und Nama: Zeit für angemessene Reparationen

taz – 12.08.2020 Von Dominic Johnson Deutschland will die Opfer des kolonialen Völkermordes in Namibia mit 10 Millionen Euro entschädigen. „Nicht annehmbar“, findet Namibia. Der 11. August 1904 nimmt in der deutschen Kolonialgeschichte einen besonderen Platz ein: Es ist das Datum der „Schlacht von Waterberg“, nach kaiserlich-deutscher Geschichtsschreibung die Entscheidungsschlacht der deutschen „Schutztruppen“ in „Deutsch-Südwestafrika“ gegen Aufständische des Herero-Volkes.

Foto (c) imago: Kommt genauso wenig vom hohen Ross runter, wie dieser koloniale Reiter: Deutschland

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#StopRacismStartTalking

Essay von

Mo Asumang

Ich möchte keine Dereks mehr sehen
taz – 19.07.2020

Wir müssen mit denen reden, die man hassen sollte. Es ist die einzige Möglichkeit, das Leiden hinter sich zu lassen und nach vorne zu blicken.

Ich mach was, weil ich viel erlebt hab, vor allem mit Hass. Mein Kopf hing mal in den Händen eines Rassisten. Der hat mich an der Gurgel nach oben gezogen. Das war in einer Straßenbahn, in Kassel, da war ich 20. Hab ’nen kleinen Job gemacht und Gäste befragt. Aber der, der war voller Hass und hat mich gewürgt, von einer Haltestelle zur nächsten. Als Taxifahrerin in Berlin, es war zur Wendezeit, hat einer meinen Kopf auf ein Taxidach geknallt, bum, bum, bis ich mich nach sechs Schlägen seinen heftigen Pranken entziehen konnte und floh.
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