Der Deutsche Medienpreis Entwicklungspolitik 2013 und ein Interview mit der Preisträgerin Wade C.L. Williams

Der Deutsche Medienpreis Entwicklungspolitik würdigt herausragende journalistische Arbeiten zum Thema Menschenrechte und Entwicklung. Dabei sollen Erfolgsgeschichten ebenso thematisiert werden wie Missstände und Konfliktsituationen.DW-BMZ Dt.Medienpreis Entwicklungspolitik
In diesem Jahr wurde er erstmals auch international vergeben. Der Sonderpreis des Publikums für afrikanische Pressefotografen ging an den Nigerianer Oluyinka Ezekiel Adeparusi. Sein Foto zeigt Kinder im schwimmenden Slum von Makoko, die ihren Schulweg in einem Boot zurücklegen. Es trägt den Titel: Wo es einen Willen gibt, da gibt es auch Bildung. (s.u. auf dieser Seite)

Auch Wade C.L. Williams wurde 2013 ausgezeichnet. Vor allem für ihre journalistische Leistung, die Balance zwischen persönlicher Empathie und klarer, analytischer Distanz zu halten, wurde sie gelobt.
Angesprochen auf ihr Selbstverständnis als Journalistin sagte Williams: « Als Journalist hast du einen Stift, ein Stift kann denen eine Stimme geben, die sie brauchen. » Lire la suite

Nochmal: Freiheit statt Frontex

Lina Ben Mhenni (A TUNISIAN GIRL, bloggeuse qui s’est engagé avec tant de courage dans la révolution de jasmine) a été invitée par l’AKADEMIE DER KÜNSTE à Berlin.
Voici une partie de son intervention:
« …Une question de de la part du président de l’Académie m’a énervée. Il parlé de l ‘immigration clandestine et de ses répercussions sur les pays européens. Là j’ai répondu que c’était un faux problème et que la Tunisie vivant une période critique reçoit chaleureusement les réfugiés libyens par centaines de milliers alors que l’Europe a tiré la sonnette d’alarme pour quelques milliers d’immigrants… »

Hier die Pressemitteilung der Akademie auf deutsch von heute:
Europa muss aus seiner Zuschauerrolle heraustreten

Im April erschien ein bemerkenswerter Leitartikel zu diesem Thema in der FR:
VON LIBERIA LERNEN
© 2011 FR
Liberia muss ein sehr reiches Land sein. Es erlebt in seiner direkten Nachbarschaft einen furchtbaren Bürgerkrieg. Täglich fliehen Tausende aus der Elfenbeinküste. Mindestens 130.000, Stand vergangene Woche, sind in Liberia angekommen. Dort werden sie, berichten Hilfsorganisationen, von den Einheimischen sehr freundlich aufgenommen und versorgt, so gut es geht. Die Liberianer, heißt es, erinnerten sich an die eigene, konfliktreiche Vergangenheit und nähmen jene, die jetzt in Not sind, bereitwillig auf.

Dass die Regierung in Monrovia versucht hätte, die Trecks nach „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu durchsuchen, die man zurückschicken könnte, ist nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, dass sich Liberia Wortgefechte mit den Freunden in Afrika geliefert hätte zu der Frage, wohin man die Gestrandeten weiterschieben könne oder nicht. Das muss wirklich ein reiches Land sein, bei so viel Großzügigkeit im Angesicht akuter Not.
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