Woher kommt der Hass?

Woher kommt der Hass, der Verlust der Menschlichkeit?

Wolfram Fischer über die Übergriffe in Clausnitz (er war als Dolmetscher im Bus der Flüchtlinge) => ANSEHEN, ANHÖREN
stern tv – 25.02.2016

Woher kommt der Hass? Zwei Bücher spüren dem nach – und da wir wollen, dass es sich nicht wiederholt, sollten wir versuchen, das zu verstehen.
(Am Tag, als die AfD in drei Landtagswahlen zweistellige Ergebnisse erzielte)

  • Rees, Laurence
    Auschwitz
    Geschichte eines Verbrechens

    (Ullstein 2005)In dieser ebenso fundierten wie erschütternden Darstellung gelingt es Laurence Rees, dem Leser die unfaßbaren Geschehnisse des Holocaust nachvollziehbar vor Augen zu führen – mit einem beunruhigenden Fazit: Der Holocaust ist kein düsterer Alptraum, kein singulärer Exzeß, sondern Ergebnis der menschlichen Veranlagung. Lire la suite

Das berühmte Blue Book über das Massaker an den Herero und Nama

Neues Buch einer französischen Autorin, Elise Fontenaille-N’Diaye, die im Zuge der Aufarbeitung 100 Jahre Weltkrieg 1948-18 Nachforschungen über ihren Urgroßvater anstellte:

blue book

Récit/Roman, Erzählung, Verlag Calmann-Lévy, 2015, 212 p.
ISBN/ISSN 978-2-7021-4412-1
Entdeckt bei Etonnants Voyageurs, dem internationalen Buch- und Filmfestival, das im Mai 2015 in St. Malo stattfand.

« Blue book » était parmi les 6 derniers romans en lice pour le Prix Ouest-France Etonnants Voyageurs, Festival international du livre et du film à St. Malo.
Stimulée par le centenaire de la Grande Guerre, Élise Fontenaille-N’Diaye a voulu écrire sur son arrière grand-père, le général Charles Mangin, dit « le Boucher du Maroc », « le Broyeur de Noir(s) », « le Boucher de Verdun »… Alors qu’elle suit ses traces sur le Chemin des dames, avec ses troupes noires, puis après la Victoire dans la Rhénanie vaincue, elle en vient à s’intéresser à l’histoire coloniale allemande.
Il est une chose dont peu se souviennent, c’est que l’Allemagne fut une puissance colonisatrice. De 1883 à 1916, elle occupa ce qu’on appelait alors le Sud-Ouest africain, l’actuelle Namibie. Il en est une autre que beaucoup ignorent, c’est que cette colonie fut le théâtre du premier génocide du XXe siècle. Un génocide oublié, occulté même, car le premier rapport officiel – le fameux Blue Book – sur le massacre des Hereros et des Namas fut soustrait à la connaissance du public en 1926.
Élise Fontenaille-N’Diaye, alors qu’elle enquêtait sur son aïeul, le général Mangin, a retrouvé ce rapport disparu. Dès lors, elle se devait de raconter.
Si ce livre vise à ranimer le souvenir de cette sombre page de l’histoire du colonialisme, il ne se veut pas un ouvrage de spécialiste. L’auteure y livre son point de vue d’écrivain, son point de vue personnel. Quelque part entre le désert du Kalahari et la presqu’île de Shark Island, au large de Lüderitz, s’est déroulée une macabre répétition générale, préfiguration des génocides à venir.
(c) 2015 schulthess.com

BRING BACK OUR GIRLS

INTERVIEW mit AMI VITALE, einer amerikanischen Fotografin, die in über 80 Ländern arbeitete.
Jetzt wurden drei ihrer Bilder aus Guinea-Bissao ohne ihr Wissen in eine Kampagne aufgenommen, die die Weltöffentlichkeit wachrütteln und deren Aufmerksamkeit auf die in Nigeria von Boko Haram verschleppten Mädchen richten will.

Siehe zu den Fakten:
=> NIGERIA, ENTFÜHRTE SCHÜLERINNEN: DEMONSTRANTEN ERHÖHEN DRUCK – Lycéennes du Nigeria: des manifestants veulent faire monter la pression – 2014-06-22

Obwohl Frau Vitale die Kampagne vollkommen unterstützt, hält sie es doch für unverantwortlich gegenüber denen von ihr in einem völlig anderen Kontext fotografierten jungen Frauen, diese in den Kontext des Kidnapping zu stellen. Lesen Sie selbst:

The Real Story About the Wrong Photos in #BringBackOurGirls
NY TIMES lens.blog – 08.05.2014
By JAMES ESTRIN
A Twitter campaign using the hashtag #BringBackOurGirls has focused global attention on the plight of some 276 Nigerian schoolgirls kidnapped by the Islamic militant group Boko Haram. Three photos of girls have been posted and reposted thousands of times, including by the BBC and by the singer Chris Brown.
One problem: The photos are of girls from Guinea-Bissau, more than 1,000 miles from Nigeria, who have no relationship to the kidnappings.
The use of these pictures raises troubling questions of representation, and misrepresentation. Ami Vitale, the photographer who made the original images as part of a long-term project, spoke with James Estrin on Thursday. => Read more

=> auf facebook:eine Seite für Protestankündigungen und Petitionen in Deutschland Bring Back Our Girls Deutschland

Was ist so erschreckend an schlauen Mädchen?
Die größte Bedrohung für Terroristen ist nicht eine Armee, sondern Mädchen, die Bücher lesen.

=> Kolumne in der New York Times:
What’s So Scary About Smart Girls?
www.nytimes.com – May 10,2014
By Nicholas Kristof
WHEN terrorists in Nigeria organized a secret attack last month, they didn’t target an army barracks, a police department or a drone base. No, Boko Haram militants attacked what is even scarier to a fanatic: a girls’ school. ..

Why are fanatics so terrified of girls’ education? Because there’s no force more powerful to transform a society. The greatest threat to extremism isn’t drones firing missiles, but girls reading books.
In that sense, Boko Haram was behaving perfectly rationally — albeit barbarically — when it kidnapped some of the brightest, most ambitious girls in the region and announced plans to sell them as slaves. If you want to mire a nation in backwardness, manacle your daughters. => READ MORE

FRAUEN SIND DIE HÄLFTE DES HIMMELS ODER MEHR (Fotogalerie)

Wait a moment, see and appreciate this :
Ein bisschen warten, anschauen und bedenken :

Women in developing countries bear the biggest burden as climate change impacts the world. logo  Ripple Effect ImagesIt is in the daily lives of these women that the battle to save the family, the planet, and the future is played out. These women and girls are forces of nature, and Ripple Effect Images is telling their stories.

Zur Bildergalerie – wunderschön!

hier ein paar davon:(c) ripple effect images_by Lynn Johnson, India
(c) ripple effect images_by Ami Vitale, India
(c) ripple effect_by Linsey Addario, Bhutan(c) ripple effect images_by Lynn Johnson, India,(2)
All credits by ripple effect images
=> SEE MORE

IN MAROKKO GIBT ES EIN MUSEUM FÜR ST. EXUPERY UND SEINEN KLEINEN PRINZEN – in der Stadtbücherei Lünen auch

Nach der Lektüre von « DER KLEINE PRINZ ERINNERT SICH », einem Buch von Jean-Pierre Guéno, das man auch wie ein Museum lesen kann, habe ich diesen Artikel der AFP vom letzten Jahr wieder ausgegraben:

Marokko: Tarfaya beherbergt ein Museum für den Schriftsteller « Saint-Ex » und seinen kleinen Prinzen
Tarfaya (Marokko) (AFP) – 22.05.2013 13.10 Uhr – von William Klein
Mit ein wenig Phantasie könnte man hier das Auftauchen einer Breguet 14 (altes Flugzeug) im Kampf gegen den Wind erwarten. Die Phantasie, teilweise hatte Saint-Exupery, der Autor von « Der Kleine Prinz », sie hier in Tarfaya gefunden. An diesem Ende der Welt ist ihm ein Museum gewidmet.

DEUTSCH (VON ANDREAS ETWAS VERBESSERTE GOOGLE-ÜBERSETZUNG) WEITER UNTER DEM UNTEREN FOTO

Maroc: à Tarfaya, un musée est consacré à « St-Ex l’écrivain » et son Petit Prince
TARFAYA (Maroc) (AFP) – 22.05.2013 13:10 – Par Guillaume KLEIN
Avec un peu d’imagination, on pourrait anticiper au loin l’apparition d’un Bréguet 14, bataillant contre les vents. L’imagination, c’est en partie ici, à Tarfaya, que Saint-Exupéry, l’auteur du Petit Prince, la trouva. Dans ce bout du monde, un musée lui est consacré.

Un visiteur regarde le 14 mai 2013 une carte de l'Aéropostale, dans le musée de Tarfaya, au sud-oue
Ein Besucher schaut auf eine Karte der Luftpost, im Museum in Tarfaya, im Süd-Westen von Marokko
Un visiteur regarde le 14 mai 2013 une carte de l’Aéropostale, dans le musée de Tarfaya, au sud-ouest du Maroc
afp.com – Fadel Senna

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Der Deutsche Medienpreis Entwicklungspolitik 2013 und ein Interview mit der Preisträgerin Wade C.L. Williams

Der Deutsche Medienpreis Entwicklungspolitik würdigt herausragende journalistische Arbeiten zum Thema Menschenrechte und Entwicklung. Dabei sollen Erfolgsgeschichten ebenso thematisiert werden wie Missstände und Konfliktsituationen.DW-BMZ Dt.Medienpreis Entwicklungspolitik
In diesem Jahr wurde er erstmals auch international vergeben. Der Sonderpreis des Publikums für afrikanische Pressefotografen ging an den Nigerianer Oluyinka Ezekiel Adeparusi. Sein Foto zeigt Kinder im schwimmenden Slum von Makoko, die ihren Schulweg in einem Boot zurücklegen. Es trägt den Titel: Wo es einen Willen gibt, da gibt es auch Bildung. (s.u. auf dieser Seite)

Auch Wade C.L. Williams wurde 2013 ausgezeichnet. Vor allem für ihre journalistische Leistung, die Balance zwischen persönlicher Empathie und klarer, analytischer Distanz zu halten, wurde sie gelobt.
Angesprochen auf ihr Selbstverständnis als Journalistin sagte Williams: « Als Journalist hast du einen Stift, ein Stift kann denen eine Stimme geben, die sie brauchen. » Lire la suite