Nicht mehr als bunte Fahnen auf Rathausdächern? Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Foto (c) Lateinamerika-Nachrichten/Xueh Magrini Troll: Illustration des LN-Dossiers « ¡Vivas nos queremos! » – s.Kasten

1. Niemand soll sich schämen
Theater Bremen – Zum 25.11.2020
Eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit ist Gewalt. In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Ein Text der Dramaturgin Theresa Schlesinger. Lire la suite

#StopRacismStartTalking

Essay von

Mo Asumang

Ich möchte keine Dereks mehr sehen
taz – 19.07.2020

Wir müssen mit denen reden, die man hassen sollte. Es ist die einzige Möglichkeit, das Leiden hinter sich zu lassen und nach vorne zu blicken.

Ich mach was, weil ich viel erlebt hab, vor allem mit Hass. Mein Kopf hing mal in den Händen eines Rassisten. Der hat mich an der Gurgel nach oben gezogen. Das war in einer Straßenbahn, in Kassel, da war ich 20. Hab ’nen kleinen Job gemacht und Gäste befragt. Aber der, der war voller Hass und hat mich gewürgt, von einer Haltestelle zur nächsten. Als Taxifahrerin in Berlin, es war zur Wendezeit, hat einer meinen Kopf auf ein Taxidach geknallt, bum, bum, bis ich mich nach sechs Schlägen seinen heftigen Pranken entziehen konnte und floh.
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CHIMAMANDA ADICHIE – Lest sie ❗

Hermann-Hesse-Preis für Autorin Chimamanda Ngozi Adichie
Deutsche Welle – 02.07.2020
Von Sabine Peschel, Suzanne Cords
Berühmt wurde sie mit « Americanah » – nun erhält Chimamanda Ngozi Adichie für ihren ersten Roman « Blauer Hibiskus » den renommierten Hermann-Hesse-Preis.

Hauptperson des 2003 erschienenen Romans ist die 15-jährige Kambili. Das Haus ihrer Eltern liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern, dahinter lauert das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Das Mädchen erzählt von dem Jahr, in dem ihr Land im Terror versinkt und ihre Kindheit zu Ende geht.
« Selten haben wir einen so spannenden und ausgereiften Roman gelesen », schwärmten die Juroren über Chimamanda Ngozi Adichies Erstlingswerk, das schon 2003 auf Englisch erschien, aber erst viele Jahre später von Judith Schwaab ins Deutsche übersetzt wurde. Über 20.000 Euro Preisgeld können sich jetzt sowohl Autorin als auch Übersetzerin freuen, denn laut Statut wird der Hermann-Hesse Preis immer für eine « schriftstellerische Leistung von internationalem Rang in Verbindung mit ihrer Übersetzung » vergeben. Der Roman hatte Adichie bereits zuvor mehrere Auszeichnungen eingebracht.

Eine Doppel-Karriere zwischen Uni und Schreiben
Adichie ist längst ein Star der globalen Literaturszene. Kurzgeschichten und erste Romane veröffentlichte die 1977 in eine Akademikerfamilie im südlichen Nigeria geborene Adichie schon während ihres Studiums. Mit 19 ging sie in die USA, um in Philadelphia Politik- und Kommunikationswissenschaften zu studieren. 2003 folgte ein Master-Titel in Creative Writing, 2008 einer in Afrikanistik an der Yale University.
Danach standen ihr die Türen der besten akademischen Adressen offen: 2005 war sie Fellow-Stipendiatin an der Princeton, 2011/12 an der Harvard University. In diesen Jahren wurde sie zur Grenzgängerin zwischen den USA und ihrem Heimatland Nigeria, literarisch und im realen Leben. Auch heute noch teilt sie ihre Zeit zwischen den beiden Ländern auf.

« Americanah » – Roman einer Grenzgängerin
Zur weltweit anerkannten Bestsellerautorin machte sie ihr 2013 erschienener Roman « Americanah« , desssen Protagonistin wie die Autorin auf beiden Kontinenten lebt, dem afrikanischen und dem amerikanischen. Das Buch wurde in 37 Sprachen übersetzt und trägt in allen Übersetzungen denselben Titel – er gibt die in Nigeria übliche Bezeichnung für Rückkehrer aus den USA wieder. Der autobiografisch geprägte Roman trug ihr internationale Anerkennung ein.

Jemand hält Adichie ihr Buch Americanah und einen Stift hin (picture-alliance/dpa/S. Stein) Bei der Frankfurter Buchmesse 2018 standen die Fans Schlange für ein Autogramm

Unterhaltsam, aber mit großer analytischer Schärfe beschreibt « Americanah » die Rituale von Diskriminierung und betonter Liberalität gegenüber den Schwarzen in den USA. Dass der umfangreiche Text mit seinem gesellschaftspolitischen Anliegen immer noch und keineswegs nur in den Vereinigten Staaten hochaktuell sei, betonte Adichie im Gespräch. « Es gibt Rassismus gegenüber Menschen mit afrikanischer Abstammung in den verschiedensten Weltregionen. Aber es geht dabei nicht nur um Rasse, es geht auch darum, welches Bild von sich selber man sich in einer Umgebung macht, die einen als nicht zum Zentrum zugehörig definiert. Es geht um ein Problem von Peripherie und Zentrum. »

« Mehr Feminismus! » – ein Vortrag macht Adichie zum Internet-Star
Ein weiteres großes Thema Adichies ist der Feminismus. « Ich war schon als Kind Feministin, noch ehe ich das Wort kannte », erzählte sie der DW 2019. « Als ich mich in einem TED-Talk als Feministin outete, sprach ich ganz einfach über etwas, das ich schon immer war. » Dass ihr Talk von 2012 « We should all be Feminists » (« Mehr Feminismus! ») Furore machte, freute sie besonders. « Zumal ich ihn vor einem afrikanischen Publikum hielt und annahm, dass er eher feindselig aufgenommen würde. » Die Rede wurde legendär, Millionen Menschen sahen sie sich im Internet an, und sogar Popsängerin Beyoncé zitierte in ihrem Song « Flawless » einige kurze Passagen daraus. [Am Landestheater Salzburg wird das Manifest zur Zeit als Stück inszeniert. dw 15.09.2019]

« Liebe Ijeawele »: Für eine Erziehung gegen Rollenzuschreibung

Cover der Vogue mit Chimamanda Ngozi Adichie von 2019 (Vogue/Peter Lindbergh)

Im September 2019 zierte Chimamanda Ngozi Adichie die Zeitschrift « Vogue »

Den Kampf gegen weibliche Rollenzuschreibungen, Sexismus und Diskriminierung führt Chimamanda Ngozi Adichie mit viel Entschiedenheit, aber vor allem auch Charme. « Ich schimpfe nicht laut herum, weil ich weiß, dass ich dann nicht gehört werde », erklärt sie ihr Verständnis. Stattdessen schreibt und spricht sie darüber, « wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden können ». In ihrem Buch « Liebe Ijeawele » von 2017 (« Dear Ijeawele, or A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions« ) breitet sie Vorschläge für eine feministische Erziehung aus.
Dass die Ratschläge sich aber auch und vorrangig an Männer richten müssten, macht sie auf amüsante Weise deutlich: « Wir können nichts ändern, wenn wir nicht über Jungs und Männer sprechen. Wisst Ihr, wir müssen die guten Männer finden, damit sie die Botschaft verbreiten! »

Diesmal kein Festakt 
Eine starke Stimme wie Adichies bleibt nicht ungehört. Das beweist die erneute Auszeichnung der Autorin mit dem renommierten Hermann-Hesse-Preis. Corona-bedingt wird es allerdings keinen Festakt in Calw geben, der Heimatstadt des 1877 geborenen Dichters Hermann Hesse.
© 2020 dw.com

 

Chimamanda Adichie: THE DANGER OF A SINGLE STORY

Über ihren TED-Talk 2009, in dem ich sie kennen lernte  => hier im Blog

Chimamanda Ngozi Adichie – Star der globalen Literaturszene und Feministin
Deutsche Welle – 15.09.2019
Von Sabine Peschel
Chimamanda Ngozi Adichies Roman « Americanah » machte sie weltberühmt. Aktuell ist sie auf der britischen Vogue zu sehen. Sie kämpft für Feminismus – in Afrika und auf der ganzen Welt.
Es ist ein vergleichsweise kleiner Preis, mit dem Chimamanda Ngozi Adichie am Sonntag (15.09.2019), an ihrem 42. Geburtstag, in Kassel ausgezeichnet wurde. Die nigerianische Schriftstellerin bekam – wie vor ihr unter anderen schon Ai Weiwei und Edward Snowden – den Bürgerpreis « Glas der Vernunft » als « eine kämpferische, aber nicht fanatische Persönlichkeit, die anprangere, aber auch Wege zur Veränderung aufzeige ». Es sei eine « Graswurzelsache », eine Angelegenheit der Bürger der hessischen Stadt, deshalb freue sie sich besonders darüber, sagte Adichie im Gespräch mit der Deutschen Welle. Denn Preise bestärkten sie darin, dass das, was sie tue, etwas bewirke, und dass es wichtig sei weiterzumachen.
Zweifel daran sollte sie eigentlich nicht mehr haben. Adichies Bücher und ihr politischer Kampf gegen Sexismus und Rassismus sind längst kein Phänomen mehr, das nur für ihr Heimatland Nigeria von Bedeutung wäre. Als sie während des Internationalen Literaturfestivals in Berlin auftrat, wurde sie bejubelt wie ein Popstar. Minutenlang feierte das Publikum im Theater « Hebbel am Ufer » die Autorin, als diese die Bühne betrat. Dabei klang der Reihen-Titel « The Art of Writing » (Die Kunst des Schreibens), unter dem ihre Veranstaltung angekündigt war, eher theoretisch als populär. Doch die Zuhörerinnen und Zuhörer, darunter auffällig viele Frauen mit attraktiver Afromähne, kannten ihren Star, Adichies Bücher – und vor allem aber auch ihre TED-Talks, deren Videoaufzeichnungen den Feminismus in der Popkultur verankert hatten.
(…)
Schon ihr 2003 erschienener Debutroman « Purple Hibiscus » (deutsch 2005, « Blauer Hibiskus »), eine aus der Perspektive einer 15-Jährigen erzählte Geschichte, die in den politischen Wirren im Nigeria der 1990er Jahre spielt, gewann Preise. Ihren zweiten Roman « Half of a Yellow Sun » (2007, « Die Hälfte der Sonne ») siedelte Adichie in den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts an, als die Region Biafra nach Nigerias Souveränität 1960 die eigene Unabhängigkeit anstrebte.

Chimamanda Ngozi Adichie (ilb/A. Ghandtschi)

Foto (c) ilb/A. Ghandtschi: Chimamanda Ngozi Adichie las in Berlin und wurde bejubelt, am 13.09.2019

(…)
© 2020 dw.com

May Ayim

Mis en avant

deutschland im herbst

es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es
erst zuerst dann wieder

so ist es

kristallnacht:
im november 1938
zerklirrten zuerst
fensterscheiben
dann
wieder und wieder
menschenknochen
von juden und schwarzen und
kranken und schwachen von
sinti und roma und
polen von lesben und
schwulen von und von
und von und von
und und

erst einige dann viele

immer mehr:
die hand erhoben und mitgemacht
beifall geklatscht
oder heimlich gegafft
wie die
und die
und der und der
und der und die
erst hin und wieder
dann wieder und wieder

schon wieder?

ein einzelfall:
in november 1990 wurde
antonio amadeo aus angola
in eberswalde
von neonazis
erschlagen
sein kind kurze zeit später von einer
weißen deutschen frau
geboren
ihr haus
bald darauf
zertrümmert

ach ja

und die polizei
war so spät da
daß es zu spät war
und die zeitungen waren mit worten
so sparsam
daß es schweigen gleichkam
und im fernsehen kein bild
zu dem mordfall

zu dem vorfall kein kommentar:

im neuvereinten deuschland
das sich so gerne
viel zu gerne
wiedervereinigt nennt
dort haben
in diesem und jenem ort
zuerst häuser
dann menschen
gebrannt

erst im osten dann im westen
dann
im ganzen land

erst zuerst dann wieder

es ist nicht wahr
daß es nicht wahr ist
so war es

so ist es:
deutschland im herbst
mir graut vor dem winter

May Ayim (Photo: Orlanda Frauenverlag)

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Debatte um #MeToo: Leïla Slimani antwortet Catherine Deneuve

Wird man als Schwein geboren?
Spiegel online – 13.01.2018 17:18
Ein Gastbeitrag von Leïla Slimani
Auf der Straße herumlaufen. Abends die Metro nehmen. Einen Minirock tragen, ein Dekolleté, High Heels. Allein mitten auf der Tanzfläche tanzen…. Nachts arbeiten. Mein Kind in der Öffentlichkeit stillen. Eine Gehaltserhöhung fordern. In all diesen banalen Alltagssituationen will ich das Recht haben, nicht belästigt zu werden. Das Recht, nicht einmal darüber nachzudenken.
DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEM FRZ. ORIGINAL

Tribune
«Un porc, tu nais ?»
Libération — 12 janvier 2018 à 09:27
Par Leïla Slimani, Ecrivaine, prix Goncourt 2016

Foto (c) Joël Saget/AFP: Leïla Slimani, en septembre 2016.

Marcher dans la rue. Prendre le métro le soir. Mettre une minijupe, un décolleté et de hauts talons. Danser seule au milieu de la piste. Lire la suite

Mo Asumang war wieder in Lünen

Wie Moderatorin Mo Asumang in die Offensive gegen Nazis geht
Essen (WAZ.de) – 05.02.2016
Als Moderatorin Mo Asumang von Neo-Nazis bedroht wird, geht sie in die Offensive, begibt sich auf die Spur von Rechtsextremen – und schreibt ein Buch.

Mo Asumang drehte einen Film und schrieb ein Buch

Foto (c) WAZ/Jonas Güttler: Mo Asumang

„Die Kugel ist für dich, Mo Asumang“ – als die TV-Moderatorin diesen Hetzsong einer Neonazi-Band vorgespielt bekommt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Das Einzige, was ihr hilft: Sie begibt sich auf die Spur von Rechtsextremen in Deutschland.
Asumang (52) setzt sich Ideologen wie dem Rassismus-Dogmatiker Jürgen Rieger oder rechtsradikalen Ufo-Spinnern wie Axel Stoll aus, sie mischt sich unter 3000 demonstrierende Neonazis auf dem Berliner Alexanderplatz, sie bandelt als Moni_in_Berlin auf dem rechten Dating-Portal „Odin“ mit Kurzgeschorenen an. Einen von ihnen trifft sie gar jenseits der virtuellen Welt, am Berliner Bahnhof Lichtenberg – und macht die Erfahrung, dass Klischees kein rechtes Privileg sind: „Jörg“ trägt zwar Fastglatze und ein Bulldoggen-T-Shirt in Reichskriegsflaggen-Farben, sagt aber auch Sätze wie „Ich hätte kein Problem, ne Partnerschaft mit ‘ner Farbigen einzugehen. Die Hautfarbe allein sagt ja nichts über Menschen aus.“ Und: „Im Reich, da gab’s ja auch Schwarze…“
Mo Asumang recherchiert, dass der Arierglaube der Nazis ein wirres Konstrukt war, weil der Begriff aus der Sprachwissenschaft Menschen bezeichnet, die im Iran und im nördlichen Indien leben. Und neben einem Dokumentarfilm, der auch für den Grimme-Preis nominiert ist, entstand aus Mo Asumangs Recherchen ein Buch, das mit seinem Reportage-Stil tiefe Einblicke in die rechtsextreme Szene und ihre Mentalitäten bietet, Klischees bestätigt, aber auch aufbricht.
© 2016 Waz.de

Hier kann man den Film « Die Arier » von Mo Asumang ansehen:
=> http://www.bpb.de/mediathek/198266/die-arier

Einen Monat später kam sie auch nach Lünen, eingeladen vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna: Filmvorführung morgens im Cineworld und Lesung abends in der Lippe-Buchhandlung.
Plakat-Die-Arier 09.03.16Kooperationspartner waren: Lippe Berufskolleg Lünen, Cineworld Nennmann & Thies Kinobetriebe, Multikulturelles Forum Lünen, Integrationsbüro und Gleichstellungsstelle Lünen sowie der Lüner Aktionskreis gegen Rechts, die Bürgermeister Harzer Stiftung und Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Und wenn die Autorin nach Meinung von Betroffenen auch Klischees bedienen mag und manche Szenen an Satire grenzen, so geben ihre Recherchen doch einen guten Einblick in die Szene. Man sollte hier keine wissenschaftliche Studie erwarten.
Streckenweise liest sich ihr Buch wie ein Tagebuch, sehr persönlich – ihre Gedanken und wie sie ihre Angst besiegt, das kommt im Film nicht so raus, aber im Buch macht es Mut. Und Hoffnung, etwas ändern zu können – « face to face ». Eine andere Art, mit Rassismus umzugehen. Für den einzelnen, die einzelne.

Leider konnte ich nicht in Lünen sein am 9.März – schade, ich hätte sie gern nochmal getroffen, nach ihrem Besuch in der GSG mit ihrem ersten Film « Roots Germania » und ihrer ansteckenden Begeisterung, im März 2011.

Mo Asumang in der Aula der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen am 14.03.2011

=> Nachlesen: GEMEINSAM SIND WIR STÄRKER
Mo Asumang_mah 016F_14.03.11 ZOOM durch Klick aufs Bild
Mo Asumang an der GSG am 14.03.11MoAsumang 024

Es gibt auch eine facebook-Seite: https://www.facebook.com/mo.asumangenglish?ref=ts&fref=ts
und eine für den Arier-Film: https://www.facebook.com/Die-ARIER_Film-von-Mo-Asumang-771296139548140/?fref=ts

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Und so geht es weiter.. haben wir denn nichts gelernt?? Auch nicht aus dem NSU?

Der Terror der anderen

Die Zeit – 23. Februar 2016
Unbescholtene Bürger aus der Mitte der Gesellschaft seien verantwortlich für Gewalt gegen Asylunterkünfte, heißt es. Das stimmt nicht, zeigen Recherchen von ZEIT ONLINE.
Von Kai Biermann, Philip Faigle, Astrid Geisler, Karsten Polke-Majewski, Hannes Soltau, Julian Stahnke, Tilman Steffen und Sascha Venohr
Ein Team von Zeit-Online-Redakeuren hat in den vergangenen Wochen die fast 300 Brandanschäge auf Flüchtlingsunterkünfte des Jahres 2015 überprüft und Tatverdächtige (aus 93 Fällen) unter die Lupe genommen.
=> LESEN – wenn’s auch lang ist, aber der Artikel ist es wert!

Und:
Boris Pistorius: « Wir müssen zeigen, dass wir aus dem NSU gelernt haben »
Der Generalbundesanwalt sollte gegen rechte Gewalttäter ermitteln, sagt Niedersachsens Innenminister Pistorius im Interview. Er erhofft sich davon ein Signal.
Von Kai Biermann und Astrid Geisler
Die Zeit – 23. Februar 2016
ZEIT ONLINE: Herr Pistorius, die Politik hat ein großes Versprechen abgegeben: Die gewalttätigen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sollen mit « der ganzen Härte des Rechtsstaats » verfolgt werden. Passiert das wirklich?
Boris Pistorius: Ich kann mit dieser Formulierung alleine, ehrlich gesagt, nicht viel anfangen. Der Rechtsstaat ist nicht teilbar, er muss doch seine rechtsstaatlich entstandenen Gesetze ohnehin immer anwenden. … Weiterlesen

Quel malheur que d’être une femme ! ???

« Welch ein Unglück, eine Frau zu sein! Doch das größte Unglück ist im Grunde, dass man als Frau gar nicht versteht, dass es eins ist. » Mit diesem Zitat von Sören Kierkegaard beginnt das Editorial eines neuen Internetportals für Erdenbürgerinnen und -bürger, ganz den Frauen gewidmet.

„Quel malheur que d’être une femme! Et pourtant le pire malheur quand on est femme est au fond de ne pas comprendre que c’en est un.“ disait Kierkegaard en 1843. Aber das sollte vorbei sein. C’en est fini, ou devrait l’être.
Wer’s nicht glaubt:
Kleine Geschichte der Lage der Frau in 68 Eroberungen, interaktiv:

PETIT VOYAGE A TRAVERS L’HISTOIRE DES FEMMES:

Banner Multimedia Frauengeschichte

MAIS QUI FAIT DE SI BONS TRUCS?


http://www.tv5.org/cms/template/image/terriennes/entete-swf/terriennes_header_14.swf

TERRIENNES von tv5Monde, eine Superseite für Frauen und Männer, die über die Lage der Frauen in aller Welt berichtet – seit dem 31.05.

http://www.tv5.org/cms/template/image/terriennes/entete-swf/terriennes_header_12.swf

"Ich will, dass die Welt sich verändert. Sie wird sich aber nur verändern, wenn die Wahrheit verbreitet wird."

VERNETZT EUCH, das kleine Buch von Lina Ben Mhenni, der « mutigsten Bloggerin der Welt », heißt auf französisch Tunisian Girl, Blogueuse pour un Printemps Arabe.

Sie erzählt von den Aktionen der Internetaktivisten, die zum Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali geführt haben,und von den leeren Reden vieler Politiker in der Nach-Ali-Ära.
Ganz bewusst schließt sich Lina Ben Mhenni nicht einer der neuen Parteien an. Sie berichtet von der erlebten Macht der Blogger. Sie hat deren Stärke erlebt, die zeitweise die POlitik im Lande bestimmte, und man spürt in ihren Zeilen die Faszination dieses Geschehens.
Beinahe ansteckend berichtet die Bloggerin von der Furcht der Mächtigen vor dem weltweiten Netz. Es wird klar, was im Einzelnen zum « arabischen Frühling » führte, in diesem Heft bekommt er eine wunderbare Stimme.
Wer den « arabischen Frühling » verstehen will, der sollte die Zeilen von Lina Ben Mhenni lesen!

Zu ihrem Blog: einfach HIER klicken! Pour voir son blog: cliquer ICI!

Lina Ben Mhenni
(Profilfoto Lina Ben Mhenni aus facebook)

Noch ein Foto

Ihre facebook-seite / Sa page facebook: https://www.facebook.com/atunisiangirl/?fref=ts

Hier geht’s zu Informationen über die tunesische Jasminrevolution im afrikanews-archiv

Den taz-Artikel vom Februar lesen: Der Rapper, der Ben Ali Angst einjagte

Gemeinsam für Afrika

GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Gestern war der Internationale Afrikatag (am 25.Mai 1963 wurde die OAU von 30 afrikanischen Staaten in Addis Abeba gegründet – heute die Afrikanische Union).
Dazu hat GEMEINSAM FÜR AFRIKA eine ungewöhnliche Straßenaktion in 10 bundesdeutschen Städten durchgeführt: »Hochwertigen Kaffee gegen gefrorene Hühnerteile », um auf die ungerechten/unfairen/kriminellen Handelsbedingungen hinzuweisen.

Hier könnt Ihr mehr lesen und sehen: =>Un-fair trade – Aktiv gegen unfairen Handel mit vielen links und Hintergrundinformationen.

Wichtig sind die Frauen:

In den 430 Millionen afrikanischen Mädchen und Frauen steckt ein enormes Entwicklungspotenzial,
denn:
:!:80 Prozent aller Todesfälle durch Schwangerschaft und Geburt könnten
vermieden werden, wenn Frauen Zugang zu einfachsten Gesundheitsdienstleistungen hätten.(ONE)
:!:je höher der Bildungsgrad der Mutter, desto geringer ist die Säuglings- und Kindersterblichkeit.(BMZ)
:!:bereits heute leiten Frauen in Afrika 48 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe.(ONE)
:!:je höher der Frauenanteil im Parlament desto geringer die Korruptionsrate.(ONE)
Quellen:
BMZ 1
BMZ 2

=>Eine andere Kampagne von GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist die Schulaktion 2011: MÄDCHEN UND FRAUEN BEWEGEN AFRIKA

Gemeinsam sind wir stärker! – Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang…

Gestern war unser Asumang-Tag!
Gemeinsam sind wir stärker! schrieb sie in das Gästebuch der GSG, gerichtet an die Schüler. Und Mut hat sie uns gemacht, mit ihrem Film ROOTS GERMANIA und der anschließenden Diskussion.
Wir sollen die Angst überwinden, die in unseren Köpfen noch vor den Neonazis besteht. Sie selbst hat die Flucht nach vorn angetreten, wo sie doch auch Angst hatte. Jetzt versteht sie sich als Brückenbauerin und hat auch die Schüler als solche angesprochen. Deutschland ist inzwischen bunt, ein « Land mit Migrationshintergrund », schon seit den Germanen.
Lüner Lokalredaktionen zu Mo Asumang in der GSG_15.03.11 – leider nicht online

Nachtrag 25.03.: Jetzt hab ich es doch geschafft, die Presseberichte hochzuladen: Lüner Lokalredaktionen zu Mo Asumang in der GSG_15.03.11Mo Asumang_WR 15.03.11

Wie es dazu kam => Mo Asumang und ihr Dokufilmprojekt an unserer Schule