Fusion 2019

Foto(c) dpa/Alexander Müller: über 20 Jahren (hier 2011) funktioniert das Fusion-Festival ohne dauerhafte Polizeipräsenz auf dem Gelände

Zur info: https://de.wikipedia.org/wiki/Fusion_Festival
en français: https://fr.wikipedia.org/wiki/Festival_Fusion

#fusionbleibt

« An der Polizei wird es nicht scheitern » – Fusion-Festival offenbar gerettet

STERN Neon – 25.05.2019 Lire la suite

Erzählen ist Leben, Schweigen ist Tod

Das ist das Fazit der Erzählung « Scheherazade« . Jede Nacht wurde Rafik Schami gegen 23 Uhr von seiner Mutter geweckt, als Kind in Damaskus, um sich diese Geschichte im Radio anhören zu können – und so wurde er zum Erzähler.

Heute sprach er in der Redezeit im WDR5 über sein neues Buch « Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte. Oder wie ich zum Erzähler wurde ». Und natürlich über die von ihm gespannt verfolgte Situation in seiner Heimat Syrien, die er schmerzlich vermisst.
Unterstützung der syrischen Bevölkerung gegen Assad: keinesfalls militärisch, stattdesssen sollte man Syrer einladen und über ihren Kampf berichten lassen, wie neulich in Brüssel geschehen, um ihnen Aufmerksamkeit und Aufwertung zuteil werden zu lassen.

Lest hier die Einführung zur Sendung und hört diese unten!

Rafik Schami, deutsch-syrischer Schriftsteller von Rang, wurde 1946 in Damaskus geboren. Er stammt aus einer christlich-aramäischen Bäcker-Familie und besuchte ein jesuitisches Klosterinternat im Libanon. In Damaskus studierte er Physik, Mathematik und Chemie mit dem Ziel, Lehrer zu werden – und Schriftsteller. Was ihm in seiner Heimat nicht möglich war, übt er seit den 80er Jahren in Deutschland aus, wohin er Anfang der 1970er Jahre floh: ein Leben als freier Schriftsteller. Einen gutbezahlten Job als Chemiker gab er dafür auf. Rafik Schami prägte nicht nur den Begriff der Gastarbeiterliteratur. Er ist heute der erfolgreichste syrische Autor weltweit und gehört zur Liga der beliebtesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. 2005 verzeichnete der dtv-Verlag den Verkauf seines einmillionsten Taschenbuch-Exemplars. Zu den Geheimnissen seines Erfolges zählt sein Talent zum freien Fabulieren, das er immer wieder auf zahlreichen Lesungen beweist. Aber auch seine ganz eigene Art des Erzählens: exotisch und persönlich, autobiografisch und magisch, realistisch und phantastisch zugleich. In der Redezeit spricht er über sein neues, autobiografisches Buch « Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmmarkt verkaufte » (2011) und über die Lage in Syrien, seiner seit 40 Jahren schmerzlich vermissten Heimat.

Hier geht’s zum Gespräch mit Rafik Schami, moderiert von Jürgen Wiebicke:
http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data7.blog.de/media/549/5851549_bf03bb0ec8_a.mp3

"Das System ist nicht starr"

Ein Ethnologe aus Bayreuth mit profunden Libyenkenntnissen spricht über die Stammesstrukturen und den Generationenkonflikt: Interview in der taz von gestern

Wer mehr – alles Wichtige – über Libyen lesen möchte (deutsch + français) oder das Video der « letzten TV-Ansprache » Gaddafis sehen möchte (en français, deutsch untertitelt), klickt hier: Sehr gute Chronologie über die letzten Tage eines Despoten, bei Andreas


Foto(c)reuters : Die jungen Aufständischen wollen die politische Macht der Stämme begrenzen: ein Mitglied eines Stammes in Tripolis.

Interview DORIS AKRAP

Thomas Hüsken ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Ethnologie der Uni Bayreuth, habilitiert über neue Formen beduinischer Politik und politische Kultur in Libyen und Ägypten, ist Autor diverser Bücher und war zu Beginn des Aufstands und im Juli in Libyen.

taz: Herr Hüsken, überall wird darüber spekuliert, welche Rolle die Stämme künftig spielen werden. Wer und was sind die libyschen Stämme?

Thomas Hüsken: Die Vorstellung von den Stämmen als miteinander verfeindete, atavistische Gemeinschaften, die mit Blut, Ehre, Scham, Schande verbunden ist, lässt sich vielleicht gut vermarkten. Mit der Realität hat sie nichts zu tun. Die Stammespolitiker sind erfahrene Lokalpolitiker und verfügen über entsprechendes Know-how. Begriffe wie Konsens, Stabilität und Interessenausgleich sind ihnen nicht fremd.
Anzeige

Die Stammespolitiker waren auch unter Gaddafi schon Lokalpolitiker?

Sicher. Gaddafi hat anfangs versucht, die Stämme zu verdrängen. Das ging aber schief. Der Deal war dann, dass die Stämme Gaddafi als Führer des Landes anerkennen und er ihnen dafür Spielräume auf lokaler und regionaler Ebene gewährte und sie die Ölrente verteilen ließ. Lire la suite

Mein Name ist Freiheit – Mon nom: liberté

Und heute…
Je suis née en Tunisie-mein Name ist Freiheit

« Je suis née en Tunisie,

j’ai vécu en Egypte,

donné mon sang en Libye,

j’ai été battue au Yémen,

en passant par Bahreïn.

Je grandirai dans le monde arabe …

jusqu’à atteindre la Palestine.

Je m’appelle Liberté. »

Par Karim Saif, en février 2011
sur Facebook, page « Je suis arabe »

Wird es eine no-fly zone über Libyen geben?

Arabische Liga für Flugverbotszone

Die Arabische Liga fordert vom UN-Sicherheitsrat die Errichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Doch ob China und Russland mitziehen, ist fraglich. Im Land kämpfen Truppen um jede Stellung. VON KARIM EL-GAWHARY

KAIRO taz | Die Arabische Liga hat sich für eine Flugverbotszone über Libyen ausgesprochen. Der UN-Sicherheitsrat wurde offiziell aufgefordert, eine solche Zone zum Schutz der Zivilisten einzurichten, heißt es in einer Erklärung der arabischen Außenminister, die sich am Samstag in Kairo getroffen haben. « Wir werden unsere Forderung sofort dem UN-Sicherheitsrat vorlegen », sagte Generalsekretär Amru Mussa im Anschluss an das Treffen. Eine solche Zone sei eine humanitäre Maßnahme, um libysche Zivilisten und Ausländer in Libyen zu schützen, fügte Mussa hinzu.

Damit ist eine der Voraussetzungen für die Einrichtung einer Flugverbotszone erfüllt, wie sie von westlichen Diplomaten eingeklagt worden war. Diese hatten eine arabische Zustimmung gefordert, bevor sich der UN-Sicherheitsrat ernsthaft mit dieser Frage auseinandersetzt.
=> weiterlesen

=> siehe auch den Kommentar von Daniel Cohn-Bendit, Mitglied des EU-Parlaments, am 11.03.11: Europa lässt die libyschen Rebellen im Stich

Dieses Blog unterstützt folgende Erklärung – Ce blog soutient la déclaration suivante

Freiheit statt Frontex
Keine Demokratie ohne globale Bewegungsfreiheit
Die Dynamik des arabischen Frühlings strahlt aus in die ganze Welt. Die Aufstandsbewegungen im Maghreb machen Mut und Hoffnung, nicht nur weil despotische Regime verjagt werden, die vor kurzem noch unüberwindbar erschienen. So offen die weiteren Entwicklungen bleiben, im Dominoeffekt der tunesischen Jasminrevolution meldet sich in atemberaubender Schnelligkeit die alte Erkenntnis zurück, dass Geschichte von unten gemacht wird. Die Kämpfe richten sich gegen die tägliche Armut wie auch gegen die allgemeine Unterdrückung, es geht gleichermaßen um bessere Lebensbedingungen wie um Würde, kurz: um « Brot und Rosen »….
=> Weiterlesen

La liberté à la place de Frontex !
Pas de démocratie possible sans une liberté de circulation universelle
La dynamique du printemps arabe rayonne dans le monde entier. Les soulèvements populaires au Maghreb donnent de l’espoir et du courage, et pas seulement parce que des régimes autoritaires, qui semblaient inébranlables il y a encore peu, sont enfin renversés. Même si les évolutions ultérieures de ces mouvements restent ouvertes, une ancienne vérité refait surface de manière spectaculaire et ce, à la suite d’un effet domino de la révolution de jasmin tunisienne : l’Histoire s’écrit par le bas. Les luttes portent sur la pauvreté au quotidien, mais également sur la répression générale, il est donc autant question de meilleures conditions de vie que de dignité. Bref, de « pain et de roses »…..
=> Continuer la lecture

FREIES LIBYEN – die erste unzensierte libysche Tageszeitung

Der alte Traum ist wahr geworden

Karim El-Gawhary berichtet in der taz vom Enthusiasmus der Menschen in Bengasi (02.03.11)

…hat auch die Arbeit der lokalen Journalisten begonnen. In einen Raum neben dem neuen Pressezentrum befindet sich die Redaktion der ersten unzensierten arabischen libyschen Tageszeitung mit dem Namen Freies Libyen.
Immerhin 62 freiwillige Mitarbeiter hat das Projekt, das im Moment am Ende des Tages 5.000 Exemplare herausbringt. Heute ist die fünfte Ausgabe herausgekommen; mit ihren großen Buchstaben, den vielen Fotos, gedruckt auf dickem Papier, wirkt sie noch eher wie eine Schülerzeitung. Das Marketing ist einfach: Das Blatt wird einfach ein paar Schritte weiter entfernt auf dem Platz des Gerichts verteilt, der sich in der vergangenen Woche, wie in Ägypten der Tahrir-Platz, in Bengasi zum Zentrum der Revolution gewandelt hat.
Die Radioredakteurin Amina Luheischa erzählt… »Wenn ich heute daran denke, dass ich so Sätze geschrieben habe wie ,Muammar Gaddafi, der großartigste Führer Afrikas’, wird mir ganz schlecht. »
weiterlesen: => Der alte Traum ist wahr geworden

Unterschriftenaktion von Avaaz gegen das Blutvergießen in Libyen

Heute (28.02.) immer noch 65 000 Unterschriften gesucht!
:!:Warum es wichtig ist,den Aufruf von Avaaz jetzt zu unterschreiben.
Die Maßnahmen des Sicherheitsrates sind zu milde!

Uneingeschränktes Waffenembargo
Waffenembargo, Reiseverbot und Geldentzug: Die UN hat sich einstimmig auf Sanktionen gegen das Regime von Libyens Machthaber Gaddafi geeinigt. Und schalten noch ein Gericht ein. VON ANDREAS ZUMACH
….Eine zuvor diskutierte Flugverbotszone über Libyen wurde vom UN-Sicherheitsrat nicht beschlossen. Nach Angaben von Diplomaten habe auch keiner der 15 Mitgliedstaaten des Rats einen entsprechenden Vorschlag eingebracht.
Noch am Donnerstag hatte der bisherige Verteidigungs- und designierte Außenminister Frankreichs, Alain Juppé, öffentlich die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert, um weitere Bombardements Gaddafi-treuer Luftwaffenoffiziere gegen die Bevölkerung sowie das Einfliegen von Söldnern aus anderen afrikanischen Ländern zu verhindern. …
=> http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/sicherheitsrat-verhaengt-sanktionen/

http://www.avaaz.org/de/libya_stop_the_crackdown_eu/?copy
Ein Aufruf an den UN-Sicherheitsrat und die EU für ein dringendes Handeln zur Beendigung der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Libyen.
An 500 000 Unterschriften fehlen nur noch 75 000!

03.02.2011 SANDMONKEY: authentische Zusammenfassung der Ereignisse in Kairo

lisagoldman.net/2011/02/03/egypt-right-now-by-sandmonkey/

I don’t know how to start writing this. I have been battling fatigue for not sleeping properly for the past 10 days, moving from one’s friend house to another friend’s house, almost never spending a night in my home, facing a very well funded and well organized ruthless regime that views me as nothing but an annoying bug that its time to squash will come. The situation here is bleak to say the least.

It didn’t start out that way. On Tuesday Jan 25 it all started peacefully, and against all odds, we succeeded to gather hundreds of thousands and get them into Tahrir Square, despite being attacked by Anti-Riot Police who are using sticks, tear gas and rubber bullets against us. We managed to break all of their barricades and situated ourselves in Tahrir. The government responded by shutting down all cell communication in Tahrir square, a move which purpose was understood later when after midnight they went in with all of their might and attacked the protesters and evacuated the Square. The next day we were back at it again, and the day after. Then came Friday and we braved their communication blackout, their thugs, their tear gas and their bullets and we retook the square.

We have been fighting to keep it ever since.

That night the government announced a military curfew, which kept getting shorter by the day, until it became from 8 am to 3 pm. People couldn’t go to work, gas was running out quickly and so were essential goods and money, since the banks were not allowed to operate and people were not able to collect their salary. The internet continued to be blocked, which affected all businesses in Egypt and will cause an economic meltdown the moment they allow the banks to operate again. We were being collectively punished for daring to say that we deserve democracy and rights, and to keep it up, they withdrew the police, and then sent them out dressed as civilians to terrorize our neighborhoods. I was shot at twice that day, one of which with a semi-automatic by a dude in a car that we the people took joy in pummeling. The government announced that all prisons were breached, and that the prisoners somehow managed to get weapons and do nothing but randomly attack people. One day we had organized thugs in uniforms firing at us and the next day they disappeared and were replaced by organized thugs without uniforms firing at us. Somehow the people never made the connection.

Despite it all, we braved it. We believed we are doing what’s right and were encouraged by all those around us who couldn’t believe what was happening to their country. What he did galvanized the people, and on Tuesday, despite shutting down all major roads leading into Cairo, we managed to get over 2 million protesters in Cairo alone and 3 million all over Egypt to come out and demand Mubarak’s departure. Those are people who stood up to the regime’s ruthlessness and anger and declared that they were free, and were refusing to live in the Mubarak dictatorship for one more day. That night, he showed up on TV, and gave a very emotional speech about how he intends to step down at the end of his term and how he wants to die in Egypt, the country he loved and served. To me, and to everyone else at the protests this wasn’t nearly enough, for we wanted him gone now. Others started asking that we give him a chance, and that change takes time and other such poppycock. Hell, some people and family members cried when they saw his speech. People felt sorry for him for failing to be our dictator for the rest of his life and inheriting us to his Son. It was an amalgam of Stockholm syndrome coupled with slave mentality in a malevolent combination that we never saw before. And the Regime capitalized on it today.

Today, they brought back the internet, and started having people calling on TV and writing on facebook on how they support Mubarak and his call for stability and peacefull change in 8 months. They hung on to the words of the newly appointed government would never harm the protesters, whom they believe to be good patriotic youth who have a few bad apples amongst them. We started getting calls asking people to stop protesting because “we got what we wanted” and “we need the country to start working again”. People were complaining that they miss their lives. That they miss going out at night, and ordering Home Delivery. That they need us to stop so they can resume whatever existence they had before all of this. All was forgiven, the past week never happened and it’s time for Unity under Mubarak’s rule right now.

To all of those people I say: NEVER! I am sorry that your lives and businesses are disrupted, but this wasn’t caused by the Protesters. The Protesters aren’t the ones who shut down the internet that has paralyzed your businesses and banks: The government did. The Protesters weren’t the ones who initiated the military curfew that limited your movement and allowed goods to disappear off market shelves and gas to disappear: The government did. The Protesters weren’t the ones who ordered the police to withdraw and claimed the prisons were breached and unleashed thugs that terrorized your neighborhoods: The government did. The same government that you wish to give a second chance to, as if 30 years of dictatorship and utter failure in every sector of government wasn’t enough for you. The Slaves were ready to forgive their master, and blame his cruelty on those who dared to defy him in order to ensure a better Egypt for all of its citizens and their children.

After all, he gave us his word, and it’s not like he ever broke his promises for reform before or anything.

Then Mubarak made his move and showed them what useful idiots they all were.

You watched on TV as “Pro-Mubarak Protesters” – thugs who were paid money by NDP members by admission of High NDP officials- started attacking the peaceful unarmed protesters in Tahrir square. They attacked them with sticks, threw stones at them, brought in men riding horses and camels- in what must be the most surreal scene ever shown on TV- and carrying whips to beat up the protesters. And then the Bullets started getting fired and Molotov cocktails started getting thrown at the Anti-Mubarak Protesters as the Army standing idly by, allowing it all to happen and not doing anything about it. Dozens were killed, hundreds injured, and there was no help sent by ambulances. The Police never showed up to stop those attacking because the ones who were captured by the Anti-mubarak people had police ID’s on them. They were the police and they were there to shoot and kill people and even tried to set the Egyptian Museum on Fire. The Aim was clear: Use the clashes as pretext to ban such demonstrations under pretexts of concern for public safety and order, and to prevent disunity amongst the people of Egypt. But their plans ultimately failed, by those resilient brave souls who wouldn’t give up the ground they freed of Egypt, no matter how many live bullets or firebombs were hurled at them. They know, like we all do, that this regime no longer cares to put on a moderate mask. That they have shown their true nature. That Mubarak will never step down, and that he would rather burn Egypt to the ground than even contemplate that possibility.

In the meantime, State-owned and affiliated TV channels were showing coverage of Peaceful Mubarak Protests all over Egypt and showing recorded footage of Tahrir Square protest from the night before and claiming it’s the situation there at the moment. Hundreds of calls by public figures and actors started calling the channels saying that they are with Mubarak, and that he is our Father and we should support him on the road to democracy. A veiled girl with a blurred face went on Mehwer TV claiming to have received funding by Americans to go to the US and took courses on how to bring down the Egyptian government through protests which were taught by Jews. She claimed that AlJazeera is lying, and that the only people in Tahrir square now were Muslim Brotherhood and Hamas. State TV started issuing statements on how the people arrested Israelis all over Cairo engaged in creating mayhem and causing chaos. For those of you who are counting this is an American-Israeli-Qatari-Muslim Brotherhood-Iranian-Hamas conspiracy. Imagine that. And MANY PEOPLE BOUGHT IT. I recall telling a friend of mine that the only good thing about what happened today was that it made clear to us who were the idiots amongst our friends. Now we know.

Now, just in case this isn’t clear: This protest is not one made or sustained by the Muslim Brotherhood, it’s one that had people from all social classes and religious background in Egypt. The Muslim Brotherhood only showed up on Tuesday, and even then they were not the majority of people there by a long shot. We tolerated them there since we won’t say no to fellow Egyptians who wanted to stand with us, but neither the Muslims Brotherhood not any of the Opposition leaders have the ability to turn out one tenth of the numbers of Protesters that were in Tahrir on Tuesday. This is a revolution without leaders. Three Million individuals choosing hope instead of fear and braving death on hourly basis to keep their dream of freedom alive. Imagine that.

The End is near. I have no illusions about this regime or its leader, and how he will pluck us and hunt us down one by one till we are over and done with and 8 months from now will pay people to stage fake protests urging him not to leave power, and he will stay “because he has to acquiesce to the voice of the people”. This is a losing battle and they have all the weapons, but we will continue fighting until we can’t. I am heading to Tahrir right now with supplies for the hundreds injured, knowing that today the attacks will intensify, because they can’t allow us to stay there come Friday, which is supposed to be the game changer. We are bringing everybody out, and we will refuse to be anything else than peaceful. If you are in Egypt, I am calling on all of you to head down to Tahrir today and Friday. It is imperative to show them that the battle for the soul of Egypt isn’t over and done with. I am calling you to bring your friends, to bring medical supplies, to go and see what

Mubarak’s gurantees look like in real life. Egypt needs you. Be Heroes.

Danach wurde er von Mubaraks Leuten verhaftet. 2 Tage ohne Nachrichten.

Die Ereignisse danach (by Fatalin: fatalin.wordpress.com )
Last update from my telephone conversation with Sandmonkey:

He and his friends were driving the car to Tahrir square to deliver medical supplies to people, when Mubarak’s people approached them. They managed to escape and stopped by the police point to seek help. Instead, police officer took the keys of his car and ordered people to attack them. They were in the car, while around 100 people were destroying it.

He managed to escape the car from the other door, but was taken to the police station. There they confiscated his phone and money, and ripped his car apart. They were given no explanation, pressed no charges. After spending two hours in police micro-bus they were released, apparently, because “people made such a big fuss out of this arrest”.

Sandmonkey is home and safe. He’s bruised and slightly injured with pieces of glass. His friends also injured.

Darunter: Karikatur!

Platz der Befreiung am Freitag

Glückliche Stimmung auf dem Tahrir-Platz
« Wir haben gesiegt »

Glückliche Menschen auf dem Tahrir-Platz in Kairo: Präsident Mubarak ist zwar bislang nicht zurückgetreten, doch der Widerstand des morschen Systems scheint zusammengebrochen. Keine Schlägertrupps, keine neuen Straßenschlachten, alles blieb ruhig. Die Demonstranten fühlen sich als Sieger.

Von Martin Durm, ARD-Hörfunkstudio Kairo 04.02.11

« Freiheit, Freiheit », ruft einer der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz. « Wir haben gesiegt. » Er steht auf einem Steinhaufen und schwenkt eine ägyptische Fahne und zehntausende Menschen strömen an ihm vorbei. Zuvor mussten wir an der Nilbrücke eine Armeekontrolle passieren. Die Soldaten, die den Straßenschlachten auf diesem Platz tagelang tatenlos zusahen, begrüßen uns und sagen: « Welcome to Egypt » (Willkommen in Ägypten).

Da war schon klar, dass sich etwas Grundlegendes verändert hat an diesem Freitag. Dass der Widerstand des alten morschen Regimes in sich zusammengebrochen sein muss und Ägyptens Demokratiebewegung hier an diesem Ort und in diesem Moment gerade ihre große Stunde erlebt: »Das ist der erste Tag Ägyptens », sagt einer und schüttelt uns dabei die Hand ohne loszulassen. « Das ist Ägypten. Moslems, Christen und alle anderen, die hier sind. Das ist das Ägypten. Ich bin so glücklich. »

« Es war so viel Gewalt »

Am Mittag hatten hier Tausende gebetet und andere einen behütenden Menschenring um die Knienden gebildet. Darunter auch viele christliche Kopten. Der Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt wirkt wie ein Feld nach gerade geschlagener Schlacht. Verbrannte Autowracks, aufgerissene Straßen, verbeultes Blech, das während der blutigen Kämpfe mit den randalierenden Mubarak-Anhängern zu Barrikaden aufgetürmt wurden. Der Asphalt ist übersät mit faustgroßen Steinen, aufgerissen von Panzerketten, Brandspuren überall.

« Es war so viel Gewalt, Steine, Schüsse, Molotowcocktails », sagt einer, lacht und zeigt auf seinen blutgetränkten Kopfverband. Sie haben hier ausgehalten – trotz Steinhagel und Beschuss – drei Tage, zwei Nächte, solange wie die Gefolgsleute Mubaraks ihr letztes Aufgebot gegen die Demokratiebewegung mobilisierten: Totschläger, Semikriminelle, angeheuerte Schlägertrupps, die sich in dieser Weltmetropole tagelang austoben konnten.

Das Ausland protestierte, Washington machte Druck – aber hätten die Menschen hier am Tahrir-Platz nicht standgehalten, dann wäre ihr Aufstand zusammengebrochen – und mit ihm die Hoffnungen so vieler in der arabische Welt.

Militär als Ordnungsmacht

Wir wissen noch nicht, was hinter den Machtkulissen geschah und was dazu führte, dass das Militär auf einmal als wohlwollende Ordnungsmacht gegenüber den Oppositionellen auftritt. Verteidigungsminister Mohammed Hussein Tantawi war heute auf dem Tahrir-Platz, auch der Präsident der Arabischen Liga, Amr Moussa, kam zu Besuch. Als man ihn fragte, ob er nicht Mubaraks Nachfolger werden wolle, sagte er: « Ich habe die Nase voll davon, Präsident zu sein. » Das hat den Leute hier gut gefallen. Sogar den Muslimbrüdern, die hier auch demonstrierten und heute sagen, dass man vor ihnen keine Angst haben müsse: « Die Muslimbrüder sind doch nur ein Teil der Gesellschaft », sagt einer. « Wenn die Leute bei freien Wahl die Muslimbrüder wählen, ist das okay. Wenn sie ElBaradei wollen, ist das auch okay. »

Keine dreihundert Meter von hier entfernt, an der Nordseite des Tahrir-Platzes, steht das Ramsis Hilton. Aus diesem Hotel haben wir in den vergangenen Tagen von einem Balkon über die Straßenschlachten berichtet. Die Demonstranten waren nah. Und doch so weit entfernt, weil dazwischen die Schlägertrupps wüteten. Heute morgen wurden wir noch aus Sicherheitsgründen aus dem Hotel evakuiert. Viele Journalisten fuhren zum Flughafen und flüchteten aus Ägypten. Dabei sieht es inzwischen fast danach aus, als kehrten schon bald geordnete Verhältnisse ein: « Tee, wer will Tee », ruft ein Junge und macht schon wieder erste Geschäfte auf dem Tahrir-Platz, dem Platz der Befreiung.

Le cas tunisien

Am Tag des tunesischen Neubeginns wurde auf der Website von Venance Konan, einem der mutigsten Journalisten der Elfenbeinküste, folgender Beitrag veröffentlicht:

LE CAS TUNISIEN

15/01/2011 17:50:00 Vincent Tohbi

Ben Ali est parti. En fuite. Même pas sur la pointe des pieds. Ses fidèles alliés occidentaux, la France et l’Italie en tête, ont refusé de lui accorder l’asile et le refuge que le plus vulgaire des Africains peut recevoir quand il se présente aux portes de l’Europe. Ben Ali a essayé plusieurs portes avant d’échouer enfin chez ses frères de l’Arabie Saoudite. Il est devenu un paria en 24 heures seulement.

Comme le Héros national de chez nous en Côte d’Ivoire, Ben Ali se targuait d’avoir l’armée de son côté. Ben Ali s’enorgueillissait d’avoir toute l’élite politique, comme l’autre. Il se prévalait d’un amour national sans pareil, comme l’autre. Il était à son 5è mandat et complétait ses 22 ans de pouvoir, le double de l’autre. Il avait muselé la presse et l’Opposition, comme l’autre. Il a fait main basse sur les médias d’Etat, comme l’autre. Il persécutait par ses élites policières ceux qui n’étaient pas de son bord, comme l’autre. Sa famille et ses proches étaient bien assis sur l’économie nationale et les réseaux d’affaires, comme l’autre. Il croyait avoir le monde à ses pieds, comme l’autre.

Et puis, une brise, toute petite, a soufflé, il n’a pas voulu se mettre à l’abri. La brise s’est transformée en bourrasque puis en tempête qui l’a emportée. L’Armée qu’il croyait lui être fidèle depuis 23 ans a changé de camp en une fraction de seconde quand elle a vu changer la direction du vent, afin de ne pas perdre ses privilèges et faire face à une population furieuse. La police d’élite qui a bastonné et tué les manifestants aux mains nues est aujourd’hui du côté de cette population. L’élite politique gâtée par les privilèges et roulant carrosse dans le pays et ayant suffisamment mis de côté pour des générations à venir s’est rangée du bon côté, celui du peuple.

Il n’a fallu que quelques heures pour que se défigure, se déconfigure et se reconfigure tout l’espace politique et social. La peur a changé de camp. Les oppresseurs feront profil bas et allégeance aussi vite et aussi servilement qu’ils l’ont fait à Ben Ali. Le Premier Ministre, l’allié fidèle a pris les rênes et l’on doute fort qu’il y eût pu avoir une entente tacite et une révolution de palais. Avant d’être lui-même débouté par le Conseil Constitutionnel. Encore un autre. Le pouvoir échoit provisoirement au Président de l’Assemblée Nationale, pour le moment en tout cas et si la colère du peuple se calme, puisque tout cet establishment politique appartient à le même sève nourricière, la clique qui a pris le pouvoir en 1988.

Ben Ali est parti, profil bas, comme Bourguiba avant et comme tout dirigeant qui ne voit ni ne lit les signes du temps. Un pouvoir n’est jamais suffisamment fort pour être toujours fort. Le pouvoir corrompt et l’usure de temps érode la capacité d’analyse et d’appréciation des évènements. Tel est le destin de qui s’agrippe au pouvoir.

Tandja (au Niger -ndlr) avait fait de même. Il était sourd à tous les appels internationaux. Exclu de la CEDEAO et des instances régionales, il n’avait cure des récriminations des opinions africaines. Il a augmenté les soldes des militaires, les a re-gradés, mais il n’a pas résisté. Cette même Armée à qui il a accordé tant de privilèges l’a balayé, en un rien de temps. Autant de Dadis Camara en Guinée.

En plein 21è siècle, Ben Ali, fort d’une économie solide, se permettait encore de bâillonner la presse, jusqu’à bloquer internet et incarcérer les blogueurs et libres-penseurs. La prison était devenue la seconde maison des Opposants, l’exil leur refuge et leur liberté. La Tunisie moderne ramait à contre-courant des libertés. Mais le pouvoir n’y voyait que du bonheur.

Puis, un évènement, presque banal, un anonyme diplômé chômeur, dérouté, humilié par la police municipale, dépossédé de son maigre bien sa charrette (nous dirions ici son pousse-pousse) et sa balance dont il se sert pour vendre ses fruits et légumes et qui part s’immoler au feu en public par désespoir. Une bûchette d’allumette pour mettre fin à sa propre vie, laquelle bûchette se transforme en brasier géant de la Nation et qui redonne une seconde indépendance et un espoir de bonheur à tout le peuple tunisien. Une vie pour toute une Nation. Un sacrifice de désespoir et d’amour.

Un peu comme si un de nos nombreux diplômés gérants de cabines ou plutôt de tablettes téléphoniques décidait que trop c’en était trop et mettait fin à sa vie.

Les rafales de l’Armée et les salves de la Police ont fait tomber des dizaines de civils manifestant aux mains nues. L’actualité nous dira combien ils sont ces Tunisiens qui ont perdu la vie dans ce déchaînement de violence et dans cette démonstration de colère.

La goutte innocente d’eau qui tombe continuellement finit toujours par percer la roche la plus dure. Exit Ben Ali. Dans la honte et peut-être dans le dénuement. Des procès suivront. Les Juges seront les amis d’hier. Implacables, ils renieront l’alliance et l’amitié et ils condamneront à vie, à perpétuité, aux galères, à mort, comme ils l’ont fait à ceux qui réclamaient plus de liberté. Ils saisiront les biens, déposséderont des immenses propriétés, traqueront les fortunes et assigneront à résidence. Ils feront arrêter les têtes fortes d’hier, les responsables de la sécurité, les gourous. C’est le schéma classique des révolutions modernes.

Les leçons : deux déterminations antagonistes sont la clé de la liberté. L’entêtement d’un pouvoir d’une part et la détermination du peuple de l’autre. Si nous invoquons la peur pour nous terrer, si nous sommes accrochés à nos privilèges du moment, nous serons asservis pour longtemps. Lorsque nous intellectuels, nous nous cachons, que nous réprimons nos sentiments, que nous espérons que le petit peuple offre ses flancs au bal, et que nous critiquons mollement sous le couvert d’anonymats aussi ridicules que puériles, nous apportons de l’eau au moulin de nos oppresseurs. Nous aveuglons notre peuple.

Mais comme en Tunisie, la vérité finira bien par éclater un jour. Les bris des éclats seront aussi dangereux que les impacts des comètes pour un nouvel univers, au autre Big-Bang.

Toute ressemblance avec des lieux, des faits et des personnes dans ce texte n’est que fortuite….ne me croyez pas.

15 Janvier 2011

VINCENT TOHBI IRIE

Quelle: venancekonan.com/aspx/mes-ecrit/contributions/3317-CAS-TUNISIEN.html

Hoffen wir, dass das tunesische Beispiel andere Menschen an anderen Orten aufweckt – und zwar bald!
Der junge Mohamed Bouazizi in Sidi Bouzid ist schonmal nicht umsonst gestorben – vielleicht bricht sich die Wahrheit ja in der Elfenbeinküste bald auch Bahn, und somit würden weitere unnötige Tote verhindert..