Mehmet Kubaşık ✝ 04.04.2006

An der Steinwache Dortmund, Mahnmal für die Opfer des NSU-Terrors

Rund 300 Teilnehmer bei Demonstration für Mehmet Kubaşık
RN-Dortmunder Zeitung – 6. April 2024
Von Lukas Wittland
Vor 18 Jahren wurde Mehmet Kubaşık in der Dortmunder Nordstadt von Rechtsextremisten ermordet. Am Donnerstag erinnerten Angehörige und Demonstranten an den Dortmunder.
Am 4. April vor 18 Jahren wurde Mehmet Kubaşık aus rassistischen Gründen in seinem Kiosk in der Dortmunder Nordstadt mit zwei Schüssen in den Kopf getötet. Ermordet von den Rechtsterroristen des selbst ernannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Zum Gedenken an ihn und neun weitere Opfer des NSU zogen am Donnerstagnachmittag rund 300 Personen in einer andächtigen Demonstration vom ehemaligen Kiosk der Familie Kubaşık in der Mallinckrodtstraße zum Denkmal für die NSU-Opfer an der Steinwache am Hauptbahnhof. Die Familie Kubaşık lief an der Spitze des Demonstrationszugs. Laut Polizei verlief die Demonstration ohne Zwischenfälle. In der Vergangenheit hatten Rechtsextremisten versucht, die Veranstaltung zu stören.
Blumen für die Ermordeten
An den Gedenkorten legten Angehörige und Demonstrierende Blumen für Mehment Kubaşık und die anderen Ermordeten nieder. Die Gedenkdemonstration wird seit der Selbstenttarnung des NSU vom Bündnis „Tag der Solidariät – kein Schlussstrich Dortmund“ organisiert. Ali Sirin vom Bündnis forderte wie Gamze Kubaşık, die Tochter des Getöteten, die bei der Schlusskundgebung eine Rede hielt, die vollständige Aufklärung der Terrorserie.
Noch immer sind viele Akten unter Verschluss. „Der Schmerz über den Verlust meines Vaters wird auch nach 18 Jahren nicht weniger“, sagte Gamze Kubaşık. „Wir können es kaum verarbeiten, aber wir haben einen Umgang damit gefunden. Sie haben das Leben meines Vaters ausgelöscht, aber unsere Stimme, sein Andenken und seine Menschlichkeit leben in uns und unserem Handeln weiter.“
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Gamze Kubaşıks Vater Mehmet wurde am 4. April 2006 von den rechtsextremen Terroristen des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet. © Christian Pozorski

Vor 18 Jahren erschossen Rechtsterroristen Mehmet Kubaşık
RN-Dortmunder Zeitung – 4. April 2024
Am 4. April 2006 ermordeten Rechtsextremisten Mehmet Kubaşık in Dortmund.18 Jahre später hält seine Tochter Gamze das Gedenken weiter am Leben. Am Rechtsstaat zweifelt sie.

Der 4. April 2006 ist der Tag, über den Gamze Kubaşık sagt, sie werde ihn nie vergessen. Wie soll das auch gehen? Denn an diesem Tag vor 18 Jahren starb ihr Vater durch zwei Schüsse in den Kopf. Erschossen in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße in der Dortmunder Nordstadt. Die Mörder sind rechtsextreme Gewalttäter des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).
Von 2000 bis 2007 begehen sie in Deutschland drei Sprengstoffanschläge und erschießen zehn Menschen. Neun ihrer Opfer haben eine Migrationsgeschichte.

Mehmet Kubaşık ist in der Türkei geboren. 1991 kam er mit seiner Frau Elif und seiner ältesten Tochter Gamze nach Deutschland. Später bekommt das Ehepaar noch zwei Söhne. 2003 übernimmt die gesamte Familie die deutsche Staatsbürgerschaft.
Einige Wochen vor seinem vierzigsten Geburtstag wird Mehmet Kubaşık ermordet. Seine älteste Tochter Gamze ist damals gerade 20 Jahre alt. Nach dem Unterricht in der Berufsschule will sie ihren Vater an einem Dienstag vor 18 Jahren im Kiosk ablösen. Schon aus der Ferne sieht sie Rettungswagen, Polizei und viele Menschen. Anfangs denkt sie sich nichts dabei.
Als sie näher kommt, hört sie jemanden etwas sagen: „Oh nein, da ist die Tochter.“ Sie habe in den Kiosk gehen wollen, erinnert sich Gamze Kubaşık, ein Polizist hält sie auf. Ob sie nicht die Absperrung sehe, fragt er und bringt sie zu einem Wagen. „Ich möchte zu meinem Vater gehen, was ist mit meinem Vater passiert?“, fragt die damals 20-Jährige.

Der Tatort an der Mallinckrodtstraße im April 2006© Nils Foltynowicz (Archiv)

Anfangs habe man ihr gesagt, dass er verletzt sei, dass es ihm gut gehe. Das stimmt nicht. Aber sie glaubt es zunächst. „Ich habe nicht daran gedacht, dass mein Vater nicht mehr lebt“, sagt die heute 38-Jährige. Dann beugt sich ein älterer Polizist zu ihr herunter. „Ich konnte sofort an seinen Augen erkennen, dass etwas Schlimmes passiert ist.“ Er sagt: „Frau Kubaşık, Ihr Vater ist tot.“
Sie erinnere sich, dass sie ein starkes Piepen auf dem Ohr hatte, dann habe eine Polizistin gesagt: „Sie wird blass.“ Als sie ihre Augen wieder öffnet, liegt sie im Krankenwagen und hört die Schreie ihrer Mutter, erinnert sich Gamze Kubaşık.

Nun, 18 Jahre später, steht sie auf dem Platz an der Kreuzung der Mallinckrodtstraße und Münsterstraße, der seit 2019 den Namen ihres Vaters trägt.

Opfer wurden kriminalisiert
Dass es den Mehmet-Kubaşık-Platz gibt, ist für sie etwas ganz Besonderes. Sie will, dass das Gedenken hochgehalten wird. Auch deshalb geht sie in Schulen und spricht über ihren Vater, das Verbrechen an ihm und wie der getötete Mehmet Kubaşık, die anderen Mordopfer und ihre Familien kriminalisiert wurden.

Mehmets Kubasik Witwe Elif Kubaşık kniet, begleitet von Angehörigen, weinend vor der Gedenktafel nieder. Nur wenige Meter von dieser Gedenkstätte entfernt starb am 4. April 2006 ihr Ehemann, hingerichtet von Rechtsextremisten. Foto (c) RN-Archiv

Am Tag nach dem Mord an ihrem Vater und Ehemann sitzen Gamze und Elif Kubaşık sechs Stunden auf der Wache und werden von Polizisten befragt. „Was können Sie sich vorstellen, wer Ihren Vater ermordet hat?“, sei die erste Frage gewesen. Danach sei gefragt worden, ob ihr Vater etwas mit Drogen zu tun gehabt hätte, ob er sie verkauft hätte – auch an Minderjährige, erinnert sich Gamze Kubaşık. Ihrer Mutter werden Fotos von Frauen vorgelegt, mit denen Mehmet Kubaşık ein Verhältnis gehabt haben soll.Damals hätten die Beamten gesagt, dass sie so etwas nicht fragen würden, wenn sie keine Beweise hätten. „Heute weiß ich, dass man uns etwas unterstellen wollte.“
„So fingen die Gerüchte an“
Mehmet Kubaşık wird in der Türkei begraben. Während die Familie dort war, seien Polizisten mit dem Foto des Getöteten durch die Nachbarschaft gelaufen und hätten gefragt, ob er Drogen an Minderjährige verkauft habe, sagt Gamze Kubaşık.
Sie fragen nach Verbindungen zur Mafia und zur PKK. „So fingen die Gerüchte an.“ Freunde und Bekannte glauben der Polizei. Hinter ihrem Rücken bekommt Gamze Kubaşık mit, wie getuschelt wird, wie gesagt wird, dass man sich von ihr fernhalten solle.
Ihre Geschwister bekommen Probleme in der Schule. Ihre Mutter geht besonders früh einkaufen, damit sie niemandem begegnet. Gamze Kubaşık verlässt ein Jahr lang nicht die Wohnung. Gleichzeitig gehen diskriminierende und rassistische Begriffe wie „Döner-Morde“ durch die Medien.

Die Deutsche-Presse-Agentur benutzte den Begriff noch Ende 2011. Angehörige empfinden das als „Entmenschlichung“ der Opfer. „Jeder Tag war ein Albtraum“, sagt Gamze Kubaşık.

„Man hat meinen Vater ein zweites Mal umgebracht, indem man seine Ehre kaputtgemacht hat. Das ist etwas, mit dem ich bis heute nicht klarkomme. Seine Ehre war meinem Vater sehr wichtig.“ Sie und ihre Familie haben immer gewusst, was ihrem Vater unterstellt wird, kann nicht stimmen. „Mein Vater hat Kinder geliebt.“ Von ihrer Mutter habe er immer einen strengen Blick bekommen, wenn er den Kindern wieder mehr in die gemischte Tüte getan hat. Ihm sei das egal gewesen.
Erschüttertes Vertrauen
Gamze Kubaşık sagt, ihre Mutter hätte die Polizei gefragt, ob es nicht Neonazis gewesen sein könnten. Die Beamten hätten geantwortet, dass sie dann ein Bekennerschreiben hinterlassen hätten. Die Polizei ermittelte auch in den anderen Mordfällen zunächst nicht wegen eines rassistischen Motivs, obwohl es Zeugenaussagen über Personen gab, die „wie Nazis“ ausgesehen hätten.

Dass rechtsextreme Terroristen Mehmet Kubaşık und neun weitere Menschen ermordet haben, erfährt Gamze Kubaşık erst Ende 2011, als zwei Täter des NSU-Kerntrios nach einem Banküberfall von der Polizei verfolgt werden und sich selbst erschießen. Ihre Komplizin Beate Zschäpe veröffentlicht Bekennervideos. Als Gamze Kubaşık davon erfährt, ist es „wie ein Schlag ins Gesicht“.
Aber es ist auch der Tag, an dem sie spürt, welche Last sie all die Jahre mit sich herumgetragen hat. Die Gewissheit ist für sie, ihre Mutter und ihre Geschwister eine Erleichterung. Aber die fehlende Aufklärung hat Gamze Kubaşıks Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert. Auch nach fünf Jahren NSU-Prozess und dem Versprechen der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel einer „lückenlosen Aufklärung“ bleiben bei Gamze Kubaşık viele Fragen: „Was wusste der Verfassungsschutz? Was steht in den geheimen Akten? Wurde mein Vater gezielt ausgewählt oder war er ein Zufallsopfer? Welche Unterstützer hatten die Terroristen in Dortmund?“ Durch Erkenntnisse aus dem Prozess gegen Beate Zschäpe und aus mehreren parlamentarischen Untersuchungsausschüssen gilt es als gesichert, dass der NSU als Netzwerk mit bis zu 200 Personen im Hintergrund gearbeitet hat – auch in Dortmund. In den Ermittlungsakten finden sich einige Verbindungen in die Ruhrgebietsstadt.
Da sind Briefkontakte zwischen Zschäpe und einem Dortmunder Neonazi. Es gibt Patronenschachteln, die am ausgebrannten NSU-Versteck in Zwickau gefunden wurden und mit dem Namen „Siggi“ beschriftet waren – möglicherweise ein von Ermittlern nie untersuchter Hinweis auf den mittlerweile gestorbenen Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt.
Hinzu kommen Kontakte des NSU-Trios zu Combat-18-Vereinigungen in Dortmund und etliche weitere Beziehungen zwischen Mitgliedern der rechten Szene dieser Zeit. Gamze Kubaşık kämpft weiter um Aufklärung und darum, dass das Schicksal ihres Vaters nicht vergessen wird.

Mehmet Kubaşık wurde am 4. April 2006 in Dortmund ermordet – von Rechtsextremisten. Weil er nicht in ihre Vorstellung von Deutschland gepasst hat. Mehmet Kubaşık hat seine Ehefrau und seine Kinder geliebt. Er war Fan von Fenerbahçe Istanbul und Borussia Dortmund.
Er hat gerne gegrillt und seinen roten BMW liebevoll gepflegt. Er hatte Humor. An diesem Donnerstag (4.4.) wird ihm 18 Jahre nach seiner Ermordung um 17 Uhr mit einer Demonstration gedacht. Sie startet dort, wo der Kiosk von Mehmet Kubaşık war, an der Mallinckrodtstraße 190.
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Zum Ostermarsch 2024

Die Ostermärsche 2024 stehen im Zeichen der Kriege in der Ukraine und in Gaza. (dpa / Bernd Thissen) Nein, im Zeichen des Friedens !! (Ed.)

Welche Bedeutung haben die Ostermärsche noch?
deutschlandfunk – 30.03.2024
Bei den Ostermärschen gehen wieder tausende Menschen in Deutschland für Frieden auf die Straße, Themen sind die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Politiker warnen vor einseitigen Botschaften, aus Sicht von Wissenschaftlern muss sich die Friedensbewegung grundsätzlichen Fragen stellen.
Erster Ostermarsch vor mehr als 60 Jahren
Die Ostermärsche der deutschen Friedensbewegung haben eine mehr als 60-jährige Geschichte. Inspiriert wurden die ersten Aktionen von britischen Friedensaktivisten, die an Ostern 1958 einen dreitägigen Protestmarsch zum Atomwaffen-Forschungszentrum Aldermaston organisierten.
Der erste Ostermarsch in Deutschland fand 1960 vor einem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen-Hohne bei Celle statt. Ihren Höhepunkt erreichte die Friedensbewegung in den 1980er Jahren, als Hunderttausende Menschen gegen die Stationierung atomarer Mittelstreckenwaffen (in D, Ed) protestierten. Danach wurden die Ostermärsche kleiner, erlebten aber während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien und am Persischen Golf zwischenzeitlich stärkeren Zulauf.
2024: Ukraine und Gaza im Fokus
Die Initiatoren der diesjährigen Ostermärsche fordern ein Ende der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Dazu brauche es Verhandlungen und Entspannungspolitik statt Kriegsrhetorik.
Auf der Seite des Netzwerks Friedenskooperative heißt es weiter: „Neben diesen beiden herausgestellten Kriegen wollen wir gleichzeitig aber die vielen weiteren Konflikte und Kriege auf der ganzen Welt nicht vergessen. Auch die traditionellen Forderungen der Friedensbewegung nach Abrüstung und der Abschaffung der Atomwaffen werden Thema sein.“ In einer Pressemitteilung betont das Netzwerk, der Ostermarsch-Aufruf sei von „mehr als 2.000 Einzelpersonen und 71 Organisationen“ unterzeichnet worden. Das sei ein ermutigendes Zeichen.
Geplant sind zahlreiche Kundgebungen. Unter dem Motto „Kriegstüchtig – nie wieder“ werden etwa in Berlin am Karsamstag etwa 6.000 Teilnehmer erwartet. Ostermärsche sind außerdem in München, Leipzig, Stuttgart, Köln und Bremen geplant. Auch am Ostersonntag und Ostermontag gibt es in zahlreichen Städten Aktionen – unter anderem in Hamburg, Frankfurt am Main und Frankfurt (Oder).
Forderungen nicht mehrheitsfähig?
Der Bielefelder Friedens- und Konfliktforscher Andreas Zick rechnet nicht damit, dass die Initiatoren der Ostermärschen viele Menschen mobilisieren. Ihre Forderungen seien in Deutschland nicht mehrheitsfähig, sagte er im ARD-Fernsehen. „Das Konzept von Frieden hat sich verändert und damit auch die Akzeptanz für begrenzte Waffengewalt.“ So teile eine große Mehrheit der Bevölkerung die Meinung, dass die Ukraine auch die Demokratie verteidige und weiter mit Waffen unterstützt werden müsse.
Zudem sei die Friedensbewegung – anders als früher – sehr heterogen, betonte Zick. Auf Protestmärschen demonstrierten inzwischen auch Rechtsextreme mit dem Symbol der Friedenstaube.
Immer weniger junge Menschen auf Ostermärschen
Am 01.April in Dortmund nahmen sichtlich viele junge Menschen teil (Ed.)
Der Friedensforscher Tobias Debiel von der Universität Duisburg-Essen kritisierte, dass die Friedensbewegung den Anschluss an die jüngere Generation verloren habe. Diese könne mit den gängigen Schwarz-Weiß-Schemata der älteren Friedensaktivisten nichts mehr anfangen, sagte Debiel dem Evangelischen Pressedienst. Um jüngere Menschen zu erreichen, müsse deshalb „das Klima- und Umweltthema stärker mit Friedensfragen verbunden werden“.
Debiel kritisierte in diesem Zusammenhang zudem, dass es einigen Friedensaktivisten schwer falle, beim russischen Angriffskrieg in der Ukraine „Ross und Reiter“ zu nennen.
Politiker warnen vor Naivität
Politikerinnen und Politiker warnten ebenfalls vor einer einseitigen Parteinahme in den globalen Kriegen und Konflikten. Bundeskanzler Scholz sagte in einer Videobotschaft, alle sehnten sich nach einer friedlicheren Welt. Frieden ohne Freiheit aber heiße Unterdrückung – und Frieden ohne Gerechtigkeit gebe es nicht.
Der CDU-Vorsitzende Merz erklärte, für Frieden zu demonstrieren sei alles andere als verwerflich. Friedfertigkeit allein sei jedoch keine ausreichende Antwort. Merz betonte, es wäre sehr zu wünschen, wenn sich die Ostermarschierer in diesem Jahr vor allem an Putin richteten und ihn aufforderten, den Angriffskrieg gegen die Ukraine sofort zu beenden.
Bundesaußenministerin Baerbock warnte die Friedensbewegungen vor einer einseitigen Parteinahme zu den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten. „Menschlichkeit ist unteilbar. Alles andere ist brandgefährlich“, sagte sie den Funke-Medien.
Linke: Zeichen für Frieden und gegen Krieg
Der Co-Vorsitzende der Linken, Schirdewan, kritisierte hingegen die „Kriegsrhetorik“ der Bundesregierung. Er hoffe, dass möglichst viele Menschen auf die Straße gehen und ein kraftvolles Zeichen für Frieden und gegen Krieg setzen, sagte Schirdewan der Rheinischen Post. Man brauche eine Politik in Deutschland und Europa, die dafür sorge, dass in der Ukraine wieder Frieden herrsche und „nicht das Recht des Stärkeren.“
Der frühere Linken-Bundestagsabgeordnete van Aken sagte im Deutschlandfunk, die Geschichte habe gezeigt, dass es für fast jeden Krieg eine zivile Lösung gebe. Die müsse man nun suchen. Dafür müsse man „den Panzer aus dem Kopf rauskriegen“, meinte van Aken, der als Referent für internationale Konflikte bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung arbeitet.
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Von Dorstfeld nach Dortmund: letzte Etappe des Ostermarsches Rhein-Ruhr

Foto (c) RN 01.04.2024

FÜR DEN FRIEDEN
Waffenstillstand jetzt! Für Frieden in Israel und Palästina !
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Für Abrüstung

Sofortiger Waffenstillstand und Stopp der Waffenlieferungen – endlich mal wieder was, worauf sich alle Marschierer*innen einigen können. So sah es jedenfalls aus…. DKP moderierte, MLPD durfte Fahnen schwenken, die Europa-Abgeordnete Özlem Demirel aus der Linken hielt eine flammende Rede.(Ed)